Schweizer sind im Teamfinal - Seifert 5. im Mehrkampf


News Redaktion
Sport / 18.08.22 20:28

Noe Seifert beendet den Mehrkampf an der EM in München im sehr guten 5. Rang. In der Team-Qualifikation belegen die Schweizer den 6. Platz, womit sie am Samstag den Final bestreiten werden.

Noe Seifert in Aktion (FOTO: KEYSTONE/AP/Pavel Golovkin)
Noe Seifert in Aktion (FOTO: KEYSTONE/AP/Pavel Golovkin)

Mit den verletzten Christian Baumann, Eddy Yusof und Benjamin Gischard fehlten in München drei der vier Turner, die vor einem Jahr an den Olympischen Spielen in Tokio im Team-Wettkampf den 6. Platz belegt hatten. Pablo Brägger, der vierte im Bunde, ist zurückgetreten. Auch Henji Mboyo, im vergangenen Herbst WM-Zwölfter im Mehrkampf, fiel verletzt aus. Von daher ist die Leistung des Schweizer Teams in der Besetzung Seifert, Andrin Frey, Moreno Kratter, Marco Pfyl und Dominic Tamsel nicht hoch genug einzuschätzen.

Der 6. Platz in der Qualifikation unterstreicht die enorme Breite bei den Schweizer Männern. "Was das Männerteam auszeichnet, ist die gute Arbeit an der Basis in den Regionen", sagte David Huser, der Chef Spitzensport im STV. "In den letzten zehn Jahren wurde unheimlich gut gearbeitet. Zudem haben wir aktuell ein hervorragendes Trainerteam."

Am Samstag können die Schweizer befreit auftreten, da der Druck von der WM-Qualifikation (Top 13) nun weg ist. "Ab jetzt können wir nur noch gewinnen", sagte Seifert, der seinen vierten Grossanlass bestreitet und damit der Routinier im Team ist. In einem EM-Mehrkampf besser klassiert waren bislang einzig zwei Schweizer Männer - Max Benker (3.) und Jack Günthard (4.) 1957 in Paris.

Dennoch war Noe Seifert nicht restlos zufrieden, da er am Barren patzerte, jenem Gerät, bei dem er sich am ehesten Chancen auf eine Finalteilnahme ausgerechnet hatte. Stattdessen wird er am Sonntag am Reck im Final turnen. Diesen erreichte er mit der drittbesten Note, wobei hinter dem Besten, dem Zyprioten Marios Georgiou, ein Fragezeichen steht, da er sich an den Ringen verletzte. Von daher ist es gut möglich, dass Marco Pfyl als Neunter nachrückt. Am Sprung steht Andrin Frey im Final.

Die Goldmedaille im Mehrkampf sicherte sich der Brite Joe Fraser vor den Türken Ahmet Önder und Adem Asil. Seifert verlor 1,434 Punkte auf die Bronzemedaille.

(sda)


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