Schweizer Skicross-Team steigt mit hohen Ambitionen in die Saison


News Redaktion
Sport / 08.12.22 05:04

Das Schweizer Skicross-Team startet am Donnerstag in Val Thorens in Frankreich mit hohen Ambitionen in den Winter. WM-Medaillen und eine grosse Kristallkugel bilden das Ziel.

Luftkampf Mann gegen Mann im Skicross: Die Schweizer Jonas Lenherr (gelbe Startnummer) und der Olympiasieger Ryan Regez (rot) verschaffen sich auf den ersten Wellen nach dem Start eine gute Ausgangslage. (FOTO: KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD)
Luftkampf Mann gegen Mann im Skicross: Die Schweizer Jonas Lenherr (gelbe Startnummer) und der Olympiasieger Ryan Regez (rot) verschaffen sich auf den ersten Wellen nach dem Start eine gute Ausgangslage. (FOTO: KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD)

Bei den Männern ist die Equipe des neuen Cheftrainers Enrico Vetsch die Nummer 1, zumindest gemessen an den Erfolgen der jüngeren Vergangenheit. Ryan Regez gewann im vergangenen Winter Olympia-Gold und den Gesamtweltcup, Alex Fiva holte in Peking Silber und liess sich im Jahr zuvor als Weltmeister feiern.

Der Berner Oberländer und der bald 37-jährige Bündner sind zwei der fünf Fahrer mit Nationalmannschafts-Status. Der aufstrebende Tobias Baur, der exzellente Starter Joos Berry und der genesene Romain Détraz haben sich die höchste Kader-Stufe ebenfalls mit entsprechenden Resultate verdient. Einer dieses Quintetts soll die Kristallkugel für den Gesamtweltcup holen.

Zudem hegen mit den Routiniers Marc Bischofberger und Jonas Lenherr sowie Luca Lubasch weitere Top-Athleten Ambitionen auf ein Ticket für die WM in Bakuriani in Georgien. Dieses Trio holte sich in den internen Ausscheidungen die Startberechtigung für den Weltcup-Auftakt.

Vetsch, der Ralph Pfäffli als Cheftrainer abgelöst hat und im Trainer-Team neu auch von Olympiasieger Jean-Frédéric Chapuis aus Frankreich (anstelle von Mike Schmid) und dem Italiener Stefan Thanei unterstützt wird, spricht denn auch bei den Zielsetzungen für diesen Winter von Medaillen, er verwendet die Mehrzahl. Der Bündner rechnet auch mit dem Mixed-Team und mit Fanny Smith. Die Romande ist eine der wenigen, welche Sandra Näslund ernsthaft herauszufordern imstande sind. Die Olympiasiegerin, zweifache Weltmeisterin und Weltcup-Dominatorin aus Schweden ist auch dank ihrer physischen Fähigkeiten der Konkurrenz entrückt.

Unter anderem mit dem Wechsel der Skimarke hofft die 30-jährige Fanny Smith, den Abstand zu Sandra Näslund verkleinert zu haben. Im Weltcup fahren auch Sixtine Cousin, die nach einem Kreuzbandriss zurückkehrt, Talina Gantenbein und Saskja Lack.

Die Schweizer Equipe fühlt sich top vorbereitet. Nicht nur, weil sie in Biel und Balzers im Fürstentum Liechtenstein in Indoor-Anlagen Starts üben kann, sondern auch, weil sie als eine der wenigen Mannschaften in Chile bei viel besseren Schneebedingungen trainierte als andere Teams in Europa.

Diesen Vorteil hätte man gerne Anfang November beim mangels Schnee abgesagten Weltcup-Auftakt in Les Deux Alpes in Frankreich ausgespielt. Nun folgen vor Weihnachten lediglich die Stationen Val Thorens, Arosa am kommenden Montag und Innichen im Südtirol. Am Wochenende vom 11./12. März ist die Schweiz mit Veysonnaz ein zweites Mal Weltcup-Gastgeberland.

(sda)


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