Schweizer Wirtschaft im ersten Quartal um 2,6 Prozent geschrumpft


News Redaktion
Wirtschaft / 03.06.20 08:11

Die Schweizer Wirtschaft hat schon im ersten Quartal 2020 stark unter den Folgen der Corona-Pandemie gelitten.

Schweizer Wirtschaft leidet (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)
Schweizer Wirtschaft leidet (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ging zwischen Januar und März gegenüber dem Vorquartal um 2,6 Prozent zurück, nachdem es im Vorquartal noch um 0,3 Prozent gewachsen war.

Gegenüber dem Vorjahresquartal betrug das Minus 1,3 Prozent nach +1,6 Prozent im Schlussquartal 2019.

Wegen der Pandemie und der Eindämmungsmassnahmen sei die Wirtschaftaktivität im März stark eingeschränkt gewesen, schreibt das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Mittwoch zu den Zahlen. Zudem habe der internationale Konjunktureinbruch die Exportwirtschaft gebremst.

Der Einbruch war damit noch etwas stärker, als es Experten erwartet hatten. Die von AWP befragten Experten hatten die Entwicklung zum Vorquartal bei -1,2 bis -2,5 Prozent gesehen.

In der Mitteilung des Seco ist teilweise von Rückgängen historischen Ausmasses die Rede. Dies gelte etwa für den Handel (-4,4% zu Vorquartal) und das Gastgewerbe (-23,4%). Letzteres habe bereits ab Anfang März mit sinkenden Gästezahlen aus dem Ausland zu kämpfen gehabt.

Aber auch die Transport- und Kommunikationsbranche (-5,1 %) registrierte laut den Angaben wegen ausgedünnter Fahr- und Flugpläne das stärkste Minus der letzten 30 Jahre. Und auch der Gesundheitssektor (-3,9%) litt, weil verschiedene medizinische Behandlungen zeitweise ausgesetzt worden seien.

Auf der anderen Seite hätten lediglich die öffentliche Verwaltung (+0,8%) und die Finanzbranche (+2,3%) das BIP gestützt. Letztere profitierte laut dem Seco von einem wachsenden Auslandgeschäft.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Absage des St. Galler Kinderfests 2021 erhitzt die Gemüter
Schweiz

Absage des St. Galler Kinderfests 2021 erhitzt die Gemüter

Die Stadt St. Gallen verzichtet 2021 auf das traditionelle, alle drei Jahre stattfindende Kinderfest. Der Entscheid des Stadtrats - aus Spargründen und wegen der Coronakrise - stösst in der Bevölkerung auf Unverständnis und Kritik.

St. Galler Kantonspolizei rückt 40 mal wegen Lärmklagen aus
Schweiz

St. Galler Kantonspolizei rückt 40 mal wegen Lärmklagen aus

Die St. Galler Kantonspolizei ist an diesem Wochenende 40 Mal wegen angeblicher Ruhestörungen ausgerückt. Das seien doppelt so viele Einsätze wie im Vergleich zum Vorjahr.

Haftstrafen für drei Angeklagte in G20-Prozess in Hamburg
International

Haftstrafen für drei Angeklagte in G20-Prozess in Hamburg

Im Zusammenhang mit Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg 2017 hat das Landgericht der norddeutschen Stadt am Freitag drei der fünf Angeklagten zu Haftstrafen verurteilt.

Verbranntes Essen: Zwei Einsätze für die Feuerwehr Cham
Schweiz

Verbranntes Essen: Zwei Einsätze für die Feuerwehr Cham

Viel zu tun für Feuerwehr und Einsatzkräfte in Cham ZG: Am Samstagmorgen führte ein verkohltes Toastbrot in einer Alterswohnung zu einem Feuerwehreinsatz. Am Nachmittag musste die Feuerwehr wegen einer verbrannten Wurst ein zweites Mal ausrücken. Verletzt wurde niemand.