Schweizweit erste App, um Kindern Angst vor dem Spital zu nehmen


Roman Spirig
Schweiz / 13.08.20 12:00

Ein Spitalbesuch, besonders eine Operation - das sind verstörende Erfahrungen für Kinder. Die von der Universitätsklinik für Kinderchirurgie des Berner Inselspitals entwickelte App "Kinderinsel" hilft beim Abbau von Ängsten. Gratis, bilingue und schweizweit einmalig.

Schweizweit erste App, um Kindern Angst vor dem Spital zu nehmen (Foto: KEYSTONE / GABRIEL MONNET)
Schweizweit erste App, um Kindern Angst vor dem Spital zu nehmen (Foto: KEYSTONE / GABRIEL MONNET)

Identifikationsfigur ist der Pinguin Kim. Er präsentiert auf spielerische Weise den Alltag im Spital. Mit einer Virtual Reality-Brille lernen Kinder und Eltern die Menschen, das Spital, Geräte im Operationssaal und die Abläufe kennen, wie die Klinik in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt.

Die Reise beginnt zuhause am Tag des Spitaleintrittes, wenn die Mutter oder der Vater ein Infusionspflaster anbringt. Danach gehts zur Aufnahme am Empfang der Kinderklinik. Nach der Begrüssung auf der Station und dem Bezug des Patientenzimmers erfolgt die Eintrittsuntersuchung, bei der die Kinder einen Zaubertrank erhalten.

Über den Einleitungsraum führt der Weg virtuell in den Operationssaal, wo chirurgische Geräte, Kanülen und Überwachungsgeräte besichtigt werden können. Nach dem Aufwachraum kommen die Kinder bis zur Entlassung zurück in ihr Zimmer.

Die App Kinderinsel wurde von der Universitätsklinik für Kinderchirurgie zusammen mit der Direktion Technologie und Innovation der Insel Gruppe entwickelt. Als externe Technologiepartnerin für die Konzeption und Umsetzung hat die Insel Gruppe die Berner Digitalagentur nexum verpflichtet. Diese ist auf Kommunikation, Interaktion und Transaktion im digitalen Umfeld spezialisiert.

Um die Umgebung für Kinder möglichst realitätsnah zu gestalten, hat nexum einen Kinder-Workshop durchgeführt. Dabei wurden unter anderem geeignete Hauptfiguren entwickelt, Ängste thematisiert und der Spitalalltag durchleuchtet. Die gewonnenen Erkenntnisse flossen in die Programmierung der App ein.

Die App, die nicht nur Insel-Patienten und deren Angehörigen hilfreich ist, ist ab sofort gratis im Apple-Store und im Google Play Store erhältlich.

(sda)


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