Schwimmendes Atomkraftwerk nimmt trotz Kritik Betrieb auf


News Redaktion
Wirtschaft / 22.05.20 16:35

Das erste schwimmende Atomkraftwerk in Russlands Fernem Osten hat nach letzten Überprüfungen vollständig seinen Betrieb aufgenommen.

Das schwimmende AKW
Das schwimmende AKW "Akademik Lomonossow" - hier beim Auslaufen aus St. Petersburg - hat nun im Nordpolarmeer den Betrieb aufgenommen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA GREENPEACE NORDIC/NIKOLAI GONTAR/GREENPEACE)

Heute können wir das Projekt zum Bau eines schwimmenden Kernkraftwerks als erfolgreich abgeschlossen betrachten, teilte der staatliche russische Atomkonzern Rosatom am Freitag mit.

Die Akademik Lomonossow, die nahe der Stadt Pewek am Nordpolarmeer vor Anker liegt, sei nun offiziell das nördlichste Kernkraftwerk der Welt. Die Betreiber hatten bereits Ende 2019 mit der Stromerzeugung begonnen.

Das AKW ist bei Umweltschützern heftig umstritten, die die Anlage wegen möglicher Sicherheitsrisiken als schwimmendes Tschernobyl kritisieren. Es sei nicht möglich, das Kraftwerk im Polarmeer vollständig vor äusseren Bedrohungen zu schützen.

Russland setzt verstärkt auf Atomenergie und will die schwimmenden AKW, die wie normale Schiffe aussehen, auch an andere Länder verkaufen. Das Land will in Zukunft eine ganze Flotte an schwimmenden Atomkraftwerken bauen. Die Akademik Lomonossow kann nach Angaben von Rosatom die abgelegene Region in den kommenden 40 Jahren mit Strom versorgen.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Polizei ermittelt nach Leichen-Fund in Würenlos im Kanton Aargau
Schweiz

Polizei ermittelt nach Leichen-Fund in Würenlos im Kanton Aargau

Am Ufer der Limmat in Würenlos AG ist am Dienstagnachmittag eine Leiche gefunden worden. Die Kantonspolizei Aargau geht gemäss ersten Erkenntnissen von einem Tötungsdelikt aus.

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte reicht Rücktritt ein
International

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte reicht Rücktritt ein

Zwei Wochen nach dem Bruch seiner Regierungskoalition hat Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte seinen Rücktritt beim Staatspräsidenten eingereicht. Das teilte der Quirinalspalast in Rom am Dienstag mit.

Belgien: Sorge vor Überschwappen der Corona-Krawalle aus Niederlanden
International

Belgien: Sorge vor Überschwappen der Corona-Krawalle aus Niederlanden

Nach den schweren Corona-Ausschreitungen in den Niederlanden herrscht in Belgien Sorge, die Proteste könnten auf das eigene Land überschwappen.

Komax steigert sich im zweiten Semester
Wirtschaft

Komax steigert sich im zweiten Semester

Der Luzerner Maschinenbauer Komax hat im Geschäftsjahr 2020 stark unter der Coronakrise und der Schwäche der Automobilindustrie gelitten. Gegen Ende Jahr zogen die Bestellungen aber wieder unerwartet stark an, was eine Rückkehr in die operative Gewinnzone ermöglichte.