Schwyzer Kantonsrats-kommission sieht Spielraum für tiefere Steuern


Roman Spirig
Regional / 04.06.21 16:08

Im Kanton Schwyz könnten 2022 die Steuern sinken. Die Staatspolitische Kommission des Kantonsrats sieht "grossmehrheitlich Spielraum für eine weitere Steuerfusssenkung", wie sie am Freitag nach der Behandlung der Staatsrechnung 2020 mitteilte.

Schwyzer Kantonsrats-kommission sieht Spielraum für tiefere Steuern (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Schwyzer Kantonsrats-kommission sieht Spielraum für tiefere Steuern (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Die Parlamentskommission kommt zu diesem Schluss trotz der Coronakrise und der damit zu erwartenden Mehrausgaben und Mindereinnahmen. Die finanzielle Belastung durch die Pandemie sei bislang tragbar gewesen. Die Kommission bezeichnete die Ertragslage und die Eigenkapitalsituation des Kantons zudem als gut.

Schwyz schloss 2020 um 100 Millionen Franken besser ab als budgetiert, dies wegen höheren Steuereinnahmen und der grösseren Gewinnausschüttung der Nationalbank. Statt einem Defizit von 3 Millionen Franken wies der Kanton einen Gewinn von 97 Millionen Franken aus. Das Eigenkapital betrug Ende Jahr 500 Millionen Franken.

Die Möglichkeit einer Steuersenkung hatte im April bereits der Regierungsrat erwähnt, als er die Staatsrechnung vorgestellt hatte. Die sehr gute Haushaltssituation Ende 2020 bilde eine beruhigende Ausgangslage, erklärte er. Die finanziellen Herausforderungen könnten mit Zuversicht und dem entsprechenden Handlungsspielraum für Steuerfusssenkungen angegangen werden.

Der Schwyzer Kantonsrat wird die Staatsrechnung 2020 am 23. Juni behandeln. Das Parlament hatte sich bei der Beratung des Budgets 2021 wegen den mit Corona zusammenhängenden Unsicherheiten gegen eine Steuerfusssenkung von 150 auf 140 Prozent ausgesprochen. Auf 2020 war der Steuerfuss dagegen von 160 auf 150 Prozent reduziert worden.

(sda)


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