Schwyzer Ku-Klux-Klan-Auftritt war keine Rassendiskriminierung


Roman Spirig
Regional / 29.11.19 08:56

Die zwölf Personen, die an der Fasnacht in Schwyz als Ku-Klux-Klan verkleidet auftraten, haben sich nicht der Rassendiskriminierung schuldig gemacht. Die Staatsanwaltschaft erliess gegen sie Strafbefehle wegen grober Belästigung.

Schwyzer Ku-Klux-Klan-Auftritt war keine Rassendiskriminierung (Foto: KEYSTONE /  / )
Schwyzer Ku-Klux-Klan-Auftritt war keine Rassendiskriminierung

  • Der Podcast zum Thema: Lukas Balmer berichtet über das Urteil im Ku-Klux-Klan-Fall. 

Die Staatsanwaltschaft Innerschwyz hat die Strafuntersuchung im Zusammenhang mit dem Fasnachtsauftritt von zwölf Männern im März 2019 abgeschlossen, wie sie am Freitag mitteilte. Sie kam zum Schluss, dass der öffentliche Auftritt als Ku-Klux-Klan die Grenzen der an der Fasnacht geltenden Narrenfreiheit überschritten hat und Sitte und Anstand grob verletzt wurden.

Sie erlässt Strafbefehle gegen die zwölf Beteiligten wegen grober Belästigung. Die Männer müssen eine Busse bezahlen und die Verfahrenskosten tragen.

Den Straftatbestand der Rassendiskriminierung erfüllten die Beteiligten laut der Staatsanwaltschaft durch den Auftritt aber nicht, da sie nicht beabsichtigt hätten, Drittpersonen für das Gedankengut des Ku-Klux-Klans zu gewinnen.

Die Gruppe war an der Fasnacht in Schwyz in Zweierkolonne, mit brennenden Fackeln und einer Keltenkreuz-Fahne vom Hinterdorf auf den Hauptplatz marschiert. Darauf gingen bei der Polizei mehrere Beschwerden ein und Ermittlungen wurden aufgenommen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Betroffenen können innert zehn Tagen Einsprache gegen den Strafbefehl erheben und die Beurteilung durch das Gericht verlangen.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

International

"Danke Marie" - Roxette-Star Fredriksson stirbt mit 61 Jahren

Mit dem Pop-Duo Roxette feierte Marie Fredriksson in den 90er Jahren Welterfolge. Nach einer schweren Krebs-Erkrankung kämpfte sie sich zunächst zurück auf die Bühne. Nun ist die Sängerin gestorben.

EVZ und David McIntyre gehen ab sofort getrennte Wege
Sport

EVZ und David McIntyre gehen ab sofort getrennte Wege

Der EVZ hat den Vertrag mit dem kanadischen Stürmer im gegenseitigen Einvernehmen per sofort aufgelöst. „Wir sind gemeinsam zum Schluss gekommen, dass die Zusammenarbeit nicht mehr funktioniert und die sofortige Trennung für beide Seiten das Beste ist“, begründet Sportchef Reto Kläy den Entscheid aus EVZ Sicht.

Goalie Schlegel von Bern zu Lugano
Sport

Goalie Schlegel von Bern zu Lugano

Goalie Niklas Schlegel (25) wechselt per sofort innerhalb der National League mit einem Vertrag bis 2021 vom SC Bern zu Lugano.

Glättli:
Schweiz

Glättli: "Als politischer Mensch bin ich enttäuscht"

Die Nicht-Wahl von Regula Rytz kam für die Grünen nicht überraschend. Trotzdem zeigte sich Fraktionspräsident Balthasar Glättli enttäuscht. "Als Profi weiss ich ja, wie das funktioniert, als politisch denkender Mensch bin ich aber enttäuscht", sagte er nach dem Wahlgang im Laufschritt durch die Wandelhalle in die zahlreichen Mikrofone.