Schwyzer SVP-Regierungsrat René Bünter verzichtet auf Wiederwahl


Roman Spirig
Regional / 27.11.19 00:05

Der Schwyzer Regierungsrat René Bünter (SVP) tritt nach nur einer Legislatur bei den Gesamterneuerungswahlen am 22. März nicht mehr an. Zu vieles stimme für ihn in der Gesamtbilanz nicht.

Schwyzer SVP-Regierungsrat René Bünter verzichtet auf Wiederwahl (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Schwyzer SVP-Regierungsrat René Bünter verzichtet auf Wiederwahl (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

  • Podcast: René Bünter gibt im Interview mit Manuel Fasol Auskunft, warum er nicht mehr antreten will. 

Unter anderem hätte er sich nur schwer mit einer erneuten in Diskussion stehenden Listenverbindung für die kantonalen Wahlen abfinden können, wird der 50-jährige Vorsteher des Schwyzer Umweltdepartements in einer Medienmitteilung seiner Partei vom Mittwochabend zitiert.

"Nach der persönlichen, beruflichen und politischen Auslegeordnung habe ich mich entschieden, nicht für eine erneute Kandidatur zur Verfügung zu stehen." Seine Entscheidung sei mit der SVP Kanton Schwyz abgesprochen.

2015 waren SVP und FDP für die Regierungsratswahlen eine Listenverbindung eingegangen. Bünter hatte sich damals in der parteiinternen Ausmarchung gegen vier andere Kandidaten durchgesetzt und bei der Wahl den dritten SVP-Sitz in der Regierung verteidigen können. Neben ihm wurden die SVP-Regierungsräte Andreas Barraud (seit 2008 im Amt) und André Rüegsegger (seit 2012) wiedergewählt.

Bünter ist studierter Agronom und politisierte vor seiner Zeit in der Regierung ab 2008 im Kantonsrat. Zuletzt machten Probleme zwischen ihm und Mitarbeitern seines Departements Schlagzeilen.

Im Sommer teilte der Regierungsrat mit, er habe nach mehreren Klagen zur Führungskultur im Umweltdepartement eine externe Begleitung Bünters verlangt. Die Vorwürfe zur mangelnden und respektlosen Führungskultur müssten durch eine besser Kommunikation und einen besseren Umgang mit Mitarbeitern beseitigt werden.

Die SVP Kanton Schwyz strebt weiterhin drei Sitze im siebenköpfigen Regierungsgremium an, wie sie in der Mitteilung festhält. Ausscheiden aus dem Gremium wird auch Baudirektor Othmar Reichmuth (CVP), der am Sonntag auf Kosten der SVP in den Ständerat gewählt wurde.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Hitzgi und Znüni. Schweizer Mundart trotzt dem Wandel der Zeiten
Schweiz

Hitzgi und Znüni. Schweizer Mundart trotzt dem Wandel der Zeiten

In Deutschland hat sich die Sprache in den letzten 40 Jahren teils deutlich verändert, von lokalen Begriffen hin zu einem Standard. Vom Dialektsterben kann in der Schweiz im Vergleich dazu keine Rede sein. Hitzgi, Znüni und Finken halten sich erstaunlich stabil.

Davos holt Duo zurück
Regional

Davos holt Duo zurück

Der HC Davos reagierte auf die lange Verletztenliste und holte zwei ausgeliehene Stürmer zurück. Es handelt sich dabei um Dario Meyer und Tino Kessler, die in den letzten Wochen für die Ligakonkurrenten Zug respektive Biel aufgelaufen waren. Gemäss einem Passus im Transferreglement waren beide Spieler fürs Heimspiel des HCD am Dienstag gegen Ambri-Piotta noch gesperrt.

Deschamps bleibt bis 2022 Frankreichs Nationaltrainer
Sport

Deschamps bleibt bis 2022 Frankreichs Nationaltrainer

Didier Deschamps hat seinen Vertrag als Nationaltrainer Frankreichs um zwei Jahre bis Sommer 2022 verlängert. Der 51-Jährige übernahm den Posten 2012 und führte die Franzosen 2016 in den EM-Final sowie 2018 zum WM-Titel.

YB in der Gruppenphase gescheitert
Sport

YB in der Gruppenphase gescheitert

Die Young Boys spielen nach der Winterpause nicht mehr europäisch. Der Schweizer Meister rang den Glasgow Rangers im letzten Gruppenspiel der Europa League ein 1:1 ab, verpasste den benötigten Sieg aber doch recht deutlich. YB scheidet als Gruppendritter aus.