Sechs Jahre Gefängnis für Bombendroher von Ebikon gefordert


Roman Spirig
Regional / 05.11.19 15:36

Ein 38-jähriger Mann soll sechs Jahre ins Gefängnis, weil er 2018 zwei Bombendrohungen ausgesprochen haben soll, darunter eine gegen die "Mall of Switzerland" in Ebikon. Der Mann war bei einer geplanten Geldübergabe festgenommen worden.

Sechs Jahre Gefängnis für Bombendroher von Ebikon gefordert (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)
Sechs Jahre Gefängnis für Bombendroher von Ebikon gefordert (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)

Ein Schaden von mehreren hunderttausend Franken entstand durch die Bombendrohung an die Adresse der "Mall of Switzerland", die der Beschuldigte mutmasslich am 14. März per Telefon aussprach, wie die Luzerner Staatsanwaltschaft heute mitteilte. Das Gebäude war evakuiert worden, es fand sich aber kein Sprengstoff vor Ort.

Kurz darauf drohte der Beschuldigte telefonisch und schriftlich mit einer weiteren Bombe in einem Gebäude im Kanton Luzern und forderte von der Polizei einen Bargeldbetrag von 150'000 Franken. Später erhöhte er die Forderung auf 200'000 Franken. Der Droher konnte am 17. März 2018 bei der geplanten Geldübergabe festgenommen werden. Er befand sich während 25 Tagen in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft Emmen klagt den Mann an wegen Schreckung der Bevölkerung, mehrfacher arglistiger Vermögensschädigung, falschem Alarm und versuchter Erpressung mit Bedrohung vieler Menschen an. Sie fordert eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren. Die Anklage wurde dem Kriminalgericht überwiesen.

(sda)

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Nidwaldner Landratssaal soll mehr Steckdosen erhalten
Regional

Nidwaldner Landratssaal soll mehr Steckdosen erhalten

Der Nidwaldner Landratssaal soll für die Digitalisierung fit gemacht werden. Das Parlament hat verhältnismässig knapp mit 29 zu 25 Stimmen ein Postulat überwiesen, das die Prüfung einer zeitgemässeren Ausrüstung des altehrwürdigen Saals verlangt.

Brasilien präsentiert neuen Plan für Regenwald-Fonds
International

Brasilien präsentiert neuen Plan für Regenwald-Fonds

Der brasilianische Vizepräsident Hamilton Mourão hat einen neuen Plan vorgestellt, mit dem er den Amazonien-Fonds zum Schutz des Regenwalds wieder aufnehmen und die Geberländer Norwegen und Deutschland besänftigen will.

Auch künftig keine Maskenpflicht am Flughafen Zürich
Schweiz

Auch künftig keine Maskenpflicht am Flughafen Zürich

Die Flughäfen Zürich, Genf und Basel und Fluggesellschaften haben Corona-Schutzkonzepte ausgearbeitet. Passagieransammlungen sollen wenn immer möglich vermieden werden. Masken sind in Zürich nicht Pflicht, in Genf bei Gedränge dringend empfohlen und in Basel Pflicht.

Mutmasslich zu wenig Corona-Schutz: Anzeige gegen Mario Fehr
Schweiz

Mutmasslich zu wenig Corona-Schutz: Anzeige gegen Mario Fehr

Der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) hat eine Strafanzeige am Hals: Abgewiesene Asylsuchende sowie linksorientierte Juristen haben ihn bei der Oberstaatsanwaltschaft angezeigt, weil er in den kantonalen Notunterkünften zu wenig für den Schutz vor Corona getan habe.