Seetalplatz und Zentralbahn 60 Millionen günstiger als budgetiert


Roman Spirig
Regional / 10.09.19 00:01

Die Luzerner Regierung hat die Abrechnung für die zwei Bauprojekte am Seetalplatz und bei der Zentralbahn vorgelegt. In beiden Fällen konnten die bewilligten Sonderkredite um je rund 30 Millionen Franken unterschritten werden.

Seetalplatz und Zentralbahn 60 Millionen günstiger als budgetiert (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)
Seetalplatz und Zentralbahn 60 Millionen günstiger als budgetiert (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)

Der Bau von Hochwasserschutz und Verkehrsinfrastruktur am Seetalplatz, der im Herbst 2017 beendet wurde, fiel 33 Millionen Franken günstiger aus als geplant, wie der Regierungsrat am Dienstag mitteilte. Parlament und Stimmvolk hatten 2012 für die Arbeiten 190 Millionen Franken bewilligt. Der Kanton muss nun rund 100 Millionen Franken berappen, den Rest übernehmen Bund und Dritte.

Deutlich günstiger als vorgesehen war insbesondere die Bauausführung. Die Arbeiten seien billiger vergeben worden, und technische Vereinfachungen hätten zu weniger Ausgaben geführt, heisst es in der Botschaft ans Parlament. Rund 13 Millionen Franken, die für Unvorhergesehenes eingestellt worden waren, mussten nicht angerührt werden.

Während auch der Landerwerb leicht billiger war als angenommen, fielen die Honorare um rund die Hälfte höher aus als im Kostenvoranschlag. Unterschätzt habe man die Bauleitungskosten eines unter Verkehr zu realisierenden innerstädtischen Verkehrsprojekts.

Fast 12 Millionen Franken unter dem Voranschlag liegen die Kosten für den Hochwasserschutz. Zum einen waren auch hier die Baumeisterarbeiten billiger als gedacht, zum anderen verzichtete man auf diverse Objekte wie etwa die Verlegung einer Wasserfassung oder das Erstellen von Holzstegen und Plattformen.

Die Regierung legt dem Parlament auch die Abrechnung für den Ausbau der Zentralbahn in Luzern, Nidwalden und Obwalden vor, der grösstenteils bereits Ende 2013 abgeschlossen wurde. Der 250-Millionen-Franken-Kredit dafür war bereits 2007 genehmigt worden und konnte um 12 Prozent unterschritten werden.

Der Doppelspurausbau und die Tieflegung in Luzern, die Haltestelle Allmend und Beschleunigungsmassnahmen kosteten am Ende 220,2 Millionen Franken. Davon muss der Kanton Luzern 63,6 Millionen Franken übernehmen, den Rest stemmen Bund und Dritte.

Insbesondere das erste Teilprojekt fiel deutlich günstiger aus, so kostete der Allmendtunnel statt der budgetierten 100 Millionen Franken bloss deren 52 Millionen. Dies sei den Totalunternehmern zu verdanken, die eine Deckelbauweise unter Druckluft gewählt hätten, die zwar technisch anspruchsvoll, aber deutlich billiger sei.

Fast doppelt so teuer wie geplant war mit 50 Millionen Franken dagegen der Bau der Haltestelle Allmend. Von den 15 Millionen Franken, die für den Doppelspurausbau in Hergiswil NW vorgesehen waren, wurden bislang lediglich 4 Millionen Franken beansprucht. Das Projekt war längere Zeit unter anderem wegen Beschwerden blockiert.

Die Arbeiten wurden im Frühjahr 2019 wieder aufgenommen unter der Federführung des Kantons Nidwalden. Die Kosten für den Kanton Luzern werden in einer separaten Abrechnung aufgeführt.

(sda)


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