Selina Gasparin läuft in Kontiolahti aufs Podest


News Redaktion
Sport / 14.03.20 16:39

Selina Gasparin setzt zum Abschluss der Biathlon-Saison ein Glanzlicht. Die Olympia-Zweite von Sotschi erreicht in der Verfolgung von Kontiolahti den 2. Rang.

Selina Gasparin lächelt in die Kamera. (FOTO: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)
Selina Gasparin lächelt in die Kamera. (FOTO: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Nun blickt Selina Gasparin auch als Einzelläuferin auf ein Highlight in dieser Saison zurück. Nach drei Podestplätzen mit der Frauenstaffel stiess die bald 36-jährige Bündnerin zum Saisonabschluss noch in die Weltspitze vor.

Nachdem Gasparin am Freitag mit dem 10. Platz im Sprint eine Saisonbestleistung gelungen war, nutzte sie in der Verfolgung die gute Ausgangslage - der Rückstand auf einen Podestplatz betrug rund 20 Sekunden. Sie schaffte in Finnland zum fünften Mal im Weltcup den Sprung in die Top 3. In der Olympiasaison 2013/14 feierte die Pionierin im Schweizer Frauenbiathlon in Annecy und Hochfilzen zwei Siege im Sprint, dann holte sie an den Olympischen Spielen in Sotschi im Einzel Silber, und im Januar 2016 belegte sie in Antholz in der Verfolgung ebenfalls Rang 2.

Die Mutter zweier Kinder nutzte die Gunst der Stunde. Der nur schwer beherrschbare Wind im Schiessstand mischte das Feld stets munter durcheinander. Am Ende stand Selina Gasparin auf dem Treppchen, obwohl sie vier (!) Strafrunden drehen musste. Auf die erst 23-jährige, erstmalige Weltcupsiegerin Julia Simon aus Frankreich büsste die Bündnerin 17 Sekunden ein. Im Endkampf setzte sich Gasparin, die an den Weltmeisterschaften in Antholz noch enttäuscht hatte, gegen die Italienerin Lisa Vittozzi und die Finnin Kaisa Mäkäräinen durch - letztere beendet die Karriere. Die Schweizerin war zunächst stets um Platz 10 klassiert gewesen, ehe sie ein fehlerfreies letztes Schiessen in den 4. Zwischenrang katapultierte.

Die Schweizer Frauen beendeten den Winter mit fünf Podestplätzen. Deren drei gingen auf das Konto der Staffel, in der Verfolgung von Annecy überzeugte Lena Häcki mit Rang 3.

Die Südtirolerin Dorothea Wierer sicherte sich wie im Vorjahr den Gesamtsieg. Die 29-jährige Doppel-Weltmeisterin von Antholz lag nach Rang 11 am Samstag bloss sieben Punkte vor ihrer schärfsten Konkurrentin Tiril Eckhoff. Die Norwegerin vergab als Führende mit drei Fehlern im letzten Stehendschiessen alle Chancen und rutschte noch auf Position 10 ab.

(sda)


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