Sepp Blatter lag im künstlichen Koma - und hatte Corona


News Redaktion
Sport / 22.01.21 05:03

Sepp Blatter befindet sich weiterhin im Spital. Wie seine Tochter Corinne in einem Interview den Zeitungen von CH Media verrät, lag ihr Vater nach einer Herz-OP über eine Woche im künstlichen Koma.

Sepp Blatter geht es nicht gut - aber immerhin ein wenig besser (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA/LAURENT GILLIERON)
Sepp Blatter geht es nicht gut - aber immerhin ein wenig besser (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA/LAURENT GILLIERON)

Blatter, der im März 85 Jahre alt wird, verbrachte seit Mitte Dezember rund vier Wochen auf der Intensivstation. Mittlerweile gehe es ihm aber wieder besser, so Corinne Blatter. Er macht täglich Fortschritte – kleine, aber kontinuierliche. Die Ärzte seien zufrieden, aber der Weg zurück sei noch lang.

Im November war Blatter zudem positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe das Virus aber ohne grosse Symptome überstanden. Die Krankheit ist heimtückisch. Vielleicht hat mein Vater mehr Substanz verloren, als er zugeben wollte, so Corinne Blatter. Vor der Herz-OP sei ihr Vater davon ausgegangen, dass es sich um einen Routineeingriff handle. Doch dann wurde alles komplizierter und gefährlicher.

Nach seinem Abgang bei der FIFA musste Blatter zahlreiche Gerichtsverfahren über sich ergehen lassen - die meisten von seinem ehemaligen Arbeitgeber angestrengt. Corinne Blatter schliesst nicht aus, dass die Gesundheit darunter litt: Wenn man bedenkt, was mein Vater in den letzten fünf Jahren alles einstecken musste, (...), kann man sich vorstellen, dass er unter grossem Druck gestanden hat. Blatter lag bereits 2015 einmal auf der Intensivstation. Ein Jahr später litt er zudem an Hautkrebs.

Von der neusten Anzeige, die vom Fussball-Weltverband kurz vor Weihnachten wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung im Zusammenhang mit dem FIFA-Museum in Zürich eingereicht worden ist, hat Blatter gemäss seiner Tochter noch gar nichts erfahren.

Vorerst gilt Blatters Konzentration der Genesung. Tochter Corinne fordert die FIFA mit aller Vehemenz auf, ihren Vater in Frieden zu lassen und ihm auf dem Weg zu einer hoffentlich vollständigen Genesung Ruhe, Zeit und Erholung zu gewähren.

(sda)


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