Sika veräussert Teile der MBCC Group an Ineos


News Redaktion
Wirtschaft / 16.01.23 07:23

Der Baustoffkonzern Sika trennt sich nach der Übernahme der MBCC Group wie angekündigt von Teilen des früheren Bauchemiegeschäfts von BASF. Ein Teil des Zusatzmittelgeschäfts der MBCC Group wird nun an Ineos Enterprises verkauft.

Sika hat sich wie angekündigt von Teilen der MBCC Group, des früheren Bauchemiegeschäfts von BASF, getrennt. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)
Sika hat sich wie angekündigt von Teilen der MBCC Group, des früheren Bauchemiegeschäfts von BASF, getrennt. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Eine entsprechende Vereinbarung sei unterzeichnet worden, teilte Sika am Montag mit. Ineos Enterprises übernimmt das Zusatzmittelgeschäft von MBCC in den Vereinigten Staaten, Kanada, Europa und Grossbritannien. Ausserdem erwirbt Ineos die gesamten Unternehmensbereiche in Australien und Neuseeland.

Das verkaufte Geschäft machte 2022 einen Umsatz von rund 920 Millionen Franken und umfasst Produktions- und Vertriebsstandorte in 36 Ländern mit über 1600 Mitarbeitern.

Hintergrund der Devestition sind behördliche Auflagen. Nach der Ende 2021 angekündigten Übernahme der MBCC Gruppe durch Sika sahen sich die Innerschweizer mit Bedenken der Wettbewerbsbehörden konfrontiert. Ursprünglich war der Abschluss der Transaktion für das zweite Semester 2022 geplant gewesen, dann hatten aber die Behörden in Nordamerika (USA und Kanada), in Europa (Grossbritannien und Schweiz) sowie in Neuseeland und Australien Vorbehalte angemeldet.

Sika rechnet nun mit einem Abschluss der Übernahme der MBCC Gruppe im ersten Halbjahr 2023. Allerdings steht die Transaktion noch immer unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Für die Übernahme der MBCC Group in Ländern wie Japan, China, Brasilien, Südafrika, Saudi-Arabien, der Türkei, Thailand und Mexiko hat Sika indes bereits die bedingungslosen Zulassungen durch die Behörden erhalten.

Sika lässt sich den Kauf des Mitbewerbers MBCC 5,5 Milliarden Franken kosten und kommt damit zu einem zusätzlichen Umsatz von etwa 2,9 Milliarden Franken. Davon gehen nun die abgestossenen Teile weg.

Weiter bestätigte Sika frühere Angaben, wonach die Übernahme von MBCC jährliche Synergien von 160 bis 180 Millionen Franken einbringen soll. Die heute angekündigte Devestition bezeichnet Sika als "wichtigen Meilenstein" für den Abschluss des Deals.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Autofahrer kollidiert mit Bahn
Schweiz

Autofahrer kollidiert mit Bahn

Bei der Kollision zwischen einem Auto und einem Zug der Frauenfeld-Wil-Bahn ist am Montagmorgen in Frauenfeld TG ein Autofahrer leicht verletzt worden. Die Bahnstrecke war kurzzeitig unterbrochen, es wurden Ersatzbusse eingesetzt.

Care: Schneefall behindert Rettungseinsätze
International

Care: Schneefall behindert Rettungseinsätze

Ein drohender Schneesturm könnte die Situation in den Erdbebengebieten in der Türkei und Syrien nach Einschätzung der Hilfsorganisation Care deutlich verschärfen. Aktuell befinden sich unzählige Menschen aufgrund von Warnungen vor Nachbeben oder, weil ihre Häuser und Unterkünfte eingestürzt sind, im Freien - trotz eisiger Kälte, wie Care am Montag in Bonn mitteilte.

Zuger Kantonalbank will von Zinsgeschäft unabhängiger werden
Wirtschaft

Zuger Kantonalbank will von Zinsgeschäft unabhängiger werden

Die Zuger Kantonalbank (ZGKB) hat im zurückliegenden Jahr mehr verdient. In der Zukunft will sie ihr Geschäft stärker diversifizieren. Ein Eckpfeiler soll dabei der weitere Ausbau der Vermögensverwaltung sein, wie sie am Montag mitteilte.

Nach schwerem Beben 7000 Tote - Deutsche Helfer fliegen in Türkei
International

Nach schwerem Beben 7000 Tote - Deutsche Helfer fliegen in Türkei

Einen Tag nach den schlimmen Erdbeben in der Türkei und Syrien mit mehr als 7000 Toten wird das Ausmass der Katastrophe immer deutlicher. Rettungskräfte suchten am Dienstag unter den Trümmern eingestürzter Häuser nach Überlebenden. Aussenministerin Annalena Baerbock (Grüne) forderte die Öffnung aller Grenzübergänge zu Syrien, um auch dem Land schnellere Hilfe zu ermöglichen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan rief den Ausnahmezustand in zehn vom Beben betroffenen türkischen Provinzen aus. Unterdessen flogen weitere deutsche Hilfsteams in das Erdbebengebiet.