Sánchez nennt Corona-Hilfen grösste Chance seit Spaniens EU-Beitritt


Roman Spirig
International / 14.04.21 15:05

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat die Corona-Milliarden aus Brüssel als "die grösste Chance" für sein Land seit dem Beitritt zur EU vor 35 Jahren bezeichnet.

Sánchez nennt Corona-Hilfen grösste Chance seit Spaniens EU-Beitritt (Foto: KEYSTONE / EUROPA PRESS / E. Parra./Pool)
Sánchez nennt Corona-Hilfen grösste Chance seit Spaniens EU-Beitritt (Foto: KEYSTONE / EUROPA PRESS / E. Parra./Pool)

Mit Hilfe der insgesamt etwa 140 Milliarden EU-Hilfen werde Spanien grüner, digitaler und wettbewerbsfähiger sowie bei der Gleichstellung von Frauen und Männern effektiver werden.Spanien wird sich diese Chance nicht entgehen lassen, betonte der Sozialist am Mittwoch bei der Vorstellung seines Wiederaufbauplans nach der Pandemie. Es gehe darum, die Wirtschaft schnell wieder anzukurbeln und langfristig wettbewerbsfähiger und ökologischer zu machen, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Europa Press.

Bereits am Vortag hatte Sánchez angekündigt, dass zunächst die Elektromobilität und die Sanierung von Wohnraum gefördert werden sollten. Man werde in den kommenden drei Jahren für den ersten Bereich 13,2 Milliarden und für das zweite Vorhaben 6,8 Milliarden Euro ausgeben. Mit dem Geld, das Spanien bis 2023 insgesamt aus Brüssel erhalten wird, will Madrid mehr als 200 Projekte zur Modernisierung der Wirtschaft und der Verwaltung finanzieren und etwa 800 000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Vorgesehen sind ausserdem unter anderem gut 4,3 Milliarden Euro für die Modernisierung der öffentlichen Verwaltungen, gut vier Milliarden für die Förderung der Digitalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen, weitere vier Milliarden für den Ausbau der 5G-Netze, 3,8 Milliarden für den Industriesektor sowie 3,4 Milliarden für den Tourismus, der für Spanien überlebenswichtig ist und von der Corona-Krise heftig in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Aus dem 750 Milliarden Euro schweren Corona-Wiederaufbauprogramm erhält Spanien bis 2026 als eines der von der Pandemie am schwersten betroffenen Länder 140 Milliarden Euro. Davon werden 72 Milliarden als Zuschüsse überwiesen, also als direkte Hilfe, die nicht zurückgezahlt werden muss. Der Rest sind günstige Kredite.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

BAG meldet 1375 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden
Schweiz

BAG meldet 1375 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 1375 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 4 neue Todesfälle und 73 Spitaleinweisungen.

Myanmars Militärjunta erklärt Gegenregierung zur Terrorgruppe
International

Myanmars Militärjunta erklärt Gegenregierung zur Terrorgruppe

Nach dem Putsch in Myanmar will die Militärjunta noch härter gegen die Opposition vorgehen. Die Generäle erklärten die von ihren Gegnern gebildete Gegenregierung zur terroristischen Organisation.

Zwei Feuerwehrmänner mit Rauchgasvergiftung im Spital
Schweiz

Zwei Feuerwehrmänner mit Rauchgasvergiftung im Spital

In einem Mehrfamilienhaus in Wolfhausen (Gemeinde Bubikon) im Zürcher Oberland hat es am Samstagabend in einer Wohnung gebrannt. Zwei Feuerwehrmänner erlitten beim Löschen eine Rauchgasvergiftung. Sie mussten ins Spital gebracht werden.

Rechte erlangt Mehrheit in Neuenburger Regierung
Schweiz

Rechte erlangt Mehrheit in Neuenburger Regierung

Die FDP hat bei der Staatsratswahl in Neuenburg die Mehrheit in der Kantonsregierung erobert. Verlierer sind die Grünen mit ihrem Kandidaten Roby Tschopp, der abgeschlagen auf dem letzten Platz landete.