Solothurner Filmtage und ehemalige Leiterin Anita Hugi einigen sich


News Redaktion
Schweiz / 26.11.21 17:11

Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat vermittelt im Streit zwischen der Schweizerischen Gesellschaft Solothurner Filmtage und Anita Hugi, der abgesetzten Dirketorin des Filmfestivals. Am Freitag gaben die Konfliktparteien eine Einigung bekannt.

Anita Hugi war im August als Direktorin der Solothurner Filmtage abgesetzt worden,
Anita Hugi war im August als Direktorin der Solothurner Filmtage abgesetzt worden, "erzwungen" wie sie sagte. Nachdem der Streit auch öffentlich ausgetragen wurde, haben sich die Konfliktparteien nun geeinigt: Das Arbeitsverhältnis wurde "im gegenseitigen Einvernehmen" beendigt. (Archivbild) (FOTO: Keystone/URS FLUEELER)

Das Arbeitsverhältnis wird rückwirkend per 31. Oktober im gegenseitigen Einvernehmen beendigt, heisst es in der knappen gemeinsamen Mitteilung. Zudem betonen beide Seiten, sie würden sich nicht weiter dazu äussern; die Angelegenheit sei abgeschlossen.

Mitte August hatten die Solothurner Filmtage mitgeteilt, sie gäben sich per sofort und neu eine Doppel-Spitze, bestehend aus einer künstlerischen und einer administrativen Leitung. Die bisherige Direktorin Anita Hugi sei seit längerer Zeit krankgeschrieben und werde nicht in ihre Funktion bei den Solothurner Filmtagen zurückkehren.

Hugi selbst bezeichnete das Vorgehen des Vorstandes als schockierend. Die Ankündigung meines erzwungenen Abganges spiegle wieder, was seit mehreren Monaten geschehe: Eine Machtübernahme, sagte sie damals in einem Onlineartikel des Tages-Anzeigers. Gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA hatte sie die Aussagen bestätigt.

Ihr Krankenstand sei die Folge von Vorkommnissen im Vorstand und offenen Fragen der Gouvernanz. Es ist eine arbeitsplatzbedingte Krankheit. Hugi hatte den Solothurner Filmtagen vorgeworfen, man habe nach dem Prinzip gehandelt, lieber die Direktorin kaltzustellen, als die der Krise zugrundeliegenden Strukturfragen zu lösen.

Filmtage-Präsident Thomas Geiser hatte gegenüber Radio SRF bestätigt: Wir planen ohne Anita Hugi weiter. Zur Neuorganisation mit einer auf gleicher Stufe angesiedelten administrativen Leitung habe es gewisse Differenzen gegeben.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Ungesetzter Carreño Busta siegt in Montreal
Sport

Ungesetzter Carreño Busta siegt in Montreal

Der ungesetzte Spanier Pablo Carreño Busta, Nummer 23 in der Weltrangliste, gewinnt in Montreal erstmals ein Masters-1000-Turnier.

Schlumpf: von ganz unten zu EM-Rang 9
Sport

Schlumpf: von ganz unten zu EM-Rang 9

Normalerweise wäre der 9. EM-Rang im Marathon für Fabienne Schlumpf kein zufriedenstellendes Resultat. Sie hat jedoch alles andere als eine normale Zeit hinter sich.

Simone Rapp - ein Tor alle 48 Minuten
Sport

Simone Rapp - ein Tor alle 48 Minuten

Simone Rapp schoss in der 2. Bundesliga sein erstes Tor.

London sieht Russen durch beschädigte Dnipro-Brücken geschwächt
International

London sieht Russen durch beschädigte Dnipro-Brücken geschwächt

Die russische Position im besetzten südukrainischen Cherson ist nach Einschätzung britischer Geheimdienste durch Gegenangriffe auf strategisch wichtige Flussquerungen deutlich geschwächt. Über die zwei Hauptstrassenbrücken über den Dnipro könne mutmasslich keine erhebliche militärische Ausrüstung mehr in die russisch besetzen Gebiete westlich des Flusses transportiert werden, hiess es am Samstag vom britischen Verteidigungsministerium.