Sommaruga zum Klima: "Der Zustand der Welt ist besorgniserregend - Die Schweiz ist gut aufgestellt"


Roman Spirig
International / 15.03.19 00:00

Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat an der Uno-Umweltkonferenz in Nairobi verbindliche Regeln für einen sorgsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen wie Boden, Wasser und Luft gefordert. 

Sommaruga zum Klima: Der Zustand der Welt ist besorgniserregend - Die Schweiz ist gut aufgestellt (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)
Sommaruga zum Klima: Der Zustand der Welt ist besorgniserregend - Die Schweiz ist gut aufgestellt (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)
(Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)
(Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)
(Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)
(Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)

Die Herausforderungen in der internationalen Umweltpolitik liessen sich nur gemeinsam lösen. Für den Antrag der Schweizer Delegation, dass das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep) die Chancen und Risiken für Geoengineering untersuchen soll, gab es an der Vollversammlung in Nairobi allerdings vorerst keinen Konsens, wie es am Donnerstag in einer Mitteilung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) hiess.

Die Schweiz will sich in diesem Bereich zusammen mit anderen Staaten weiter dafür engagieren, dass die Fakten zur Sprache kommen. Ein Beispiel für Geoengineering ist die Einlagerung von Kohlendioxid zur Bekämpfung des Klimawandels.

Weiter hat die Schweiz zusammen mit Mexiko einen Vorstoss eingereicht zur Erarbeitung von Grundlagen für einen nachhaltigen Umgang mit Mineralien und Metallen. Es sollen bestehende Beispiele für den Schutz der Umwelt beim Abbau zusammengetragen und Standards gefördert werden. Der Vorstoss soll heute Freitag verabschiedet werden.

Die Schweiz setzt sich gemäss der Mitteilung des Uvek in Nairobi auch für griffige Lösungen und eine umfassende Zusammenarbeit bei der grenzüberschreitenden Entsorgung von Chemikalien und Abfall ein. Die Schweizer Delegierten verwiesen dabei auf die Erfahrungen der Schweiz im Umgang mit Asbest.

Was die Verschmutzung der Meere durch Plastik betrifft, unterstützt die Schweiz zusätzliche internationale Massnahmen, um die Meere vor diesen Abfällen zu schützen. Dies müsse über eine Reduktion des Plastikverbrauchs erreicht werden. Der Schutz der Meere soll vorzugsweise im Rahmen bestehender Übereinkommen wie zum Beispiel der Basler Konvention geregelt werden.

Die Uvek-Vorsteherin nutzte die Gelegenheit auch, um in Nairobi ein Recycling-Unternehmen unter Schweizer Leitung zu besichtigen. Es beschäftigt 250 Personen, die Mehrheit davon Frauen, und ist auf die Trennung und Wiederaufbereitung von Abfall spezialisiert. In Kenia gibt es keine öffentliche Abfallentsorgung.

Es handelt sich um die erste Auslandreise von Sommaruga als Umweltministerin. Die Konferenz in Nairobi dauert noch bis am Freitag.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Missglückter Spurwechsel auf A4 hat teure Folgen
Regional

Missglückter Spurwechsel auf A4 hat teure Folgen

Ein 58-jähriger Autofahrer hat heute Nachmittag auf der Autobahn A4 bei der Verzweigung Rütihof ein Auto übersehen, als er von der Normal- auf die Überholspur wechseln wollte. Die Fahrzeuge kollidierten, verletzt wurde niemand, der Sachschaden beträgt mehrere zehntausend Franken, wie die Zuger Polizei mitteilte.

Schweizer Curlerinnen vorzeitig in den Viertelfinals
Sport

Schweizer Curlerinnen vorzeitig in den Viertelfinals

Eine Runde vor Schluss der Round Robin haben die Schweizer Curlerinnen um Skip Silvana Tirinzoni an der Weltmeisterschaften im dänischen Silkeborg die Qualifikation für die Viertelfinals sichergestellt.

Schweiz

"Immer selbstbewusst, aber nie arrogant"

Georgien will der Schweiz zum Start der EM-Qualifikation mit Euphorie begegnen. Der Schweizer Coach Vladimir Petkovic setzt auf die Tugenden, welche in der Vergangenheit geholfen haben, Pflichtaufgaben erfolgreich zu erledigen: Demut, Arbeit, Konzentration und Wille.

Es dauerte 2 Wochen! UEFA eröffnet erst jetzt Disziplinarverfahren gegen Neymar
Sport

Es dauerte 2 Wochen! UEFA eröffnet erst jetzt Disziplinarverfahren gegen Neymar

Zwei Wochen nach dem Achtelfinal-Out von Paris Saint-Germain in der Champions League gegen Manchester United eröffnet die UEFA ein Disziplinarverfahren gegen PSG-Star Neymar.