Spektakuläres aus Pompeji: Alltagsdetails von Vulkan-Opfern erforscht


News Redaktion
International / 21.11.20 16:11

Archäologen in Pompeji ist die aufsehenerregende Rekonstruktion zweier antiker Opfer der historischen Vulkan-Katastrophe am Golf von Neapel gelungen. Die Überreste der beiden Männer, die vermutlich der Ausbruch des Vesuvs am 25. Oktober 79 nach Christus überraschte, wurden bei Grabungen im Bereich einer Vorstadtvilla gefunden, wie das Museum in Pompeji am Samstag berichtete. Die Fachleute zeigten sich begeistert, wie viele Details über das Duo, etwa zu ihrer Kleidung, sie ermitteln konnten.

HANDOUT - Die Überreste von zwei Männern, die vermutlich vom Ausbruch des Vesuvs am 25. Oktober 79 nach Christus überrascht wurden, sind bei Grabungen im Bereich einer Vorstadtvilla in Civita Giulina, rund 700 Meter nordwestlich von Pompeji, entdeckt worden. Foto: Luigi Spina/Parco Archeologico di Pompei/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/Parco Archeologico di Pompei/Luigi Spina)
HANDOUT - Die Überreste von zwei Männern, die vermutlich vom Ausbruch des Vesuvs am 25. Oktober 79 nach Christus überrascht wurden, sind bei Grabungen im Bereich einer Vorstadtvilla in Civita Giulina, rund 700 Meter nordwestlich von Pompeji, entdeckt worden. Foto: Luigi Spina/Parco Archeologico di Pompei/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/Parco Archeologico di Pompei/Luigi Spina)

Die Forscher entdeckten die Überreste eines jungen Menschen, vermutlich eines Dieners, und eines Mannes, der wohl zwischen 30 und 40 Jahre alt war. Das ältere Opfer sei aufwendiger gekleidet gewesen und habe eine Tunika und einen Wollmantel getragen, vermuten die Wissenschaftler nach ihren Analysen. Die Ausgrabungen an der Villa in Civita Giulina, rund 700 Meter nordwestlich von Pompeji, liefen schon länger. 2017 seien dort auch Pferde-Überreste entdeckt worden.

Die jetzt vorgestellten Ergebnisse über die Männer wurden möglich, weil die Skelette in Hohlräumen unter erstarrter Vulkan-Asche gelegen hätten, hiess es. Die Forscher nutzten Laser und Computeranimationen. Nach einer schon lange angewandten Methode konnten dann Abgüsse der Körper gefertigt werden.

Italiens Kulturminister Dario Franceschini sprach von einer aussergewöhnlichen Entdeckung. Das Museumsgelände der antiken Römerstadt Pompeji ist zwar wegen der Corona-Pandemie zu - wie alle Museen Italiens. Aber die Forschungen gehen weiter.

Pompeji war bei Ausbrüchen des Vesuvs im Jahr 79 nach Christus untergegangen. Asche, Schlamm und Lava begruben die Siedlungen. Im 18. Jahrhundert wurde die historische Stadt wiederentdeckt. Seitdem kommen immer wieder neue Erkenntnisse ans Licht. Die Ausgrabungsstätte gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Italien.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Schötz LU erhält für fast 10 Millionen Franken ein neues Schulhaus
Regional

Schötz LU erhält für fast 10 Millionen Franken ein neues Schulhaus

Die Gemeinde Schötz im Luzerner Hinterland leistet sich ein neues Schulhaus mit Singsaal. Die Stimmberechtigten haben dafür am Sonntag einen Sonderkredit über 9,65 Millionen Franken bewilligt. Der Neubau deckt den Platzbedarf für die kommenden zehn Jahre ab.

Genf erlaubt Behinderten politische Mitsprache
Schweiz

Genf erlaubt Behinderten politische Mitsprache

Als erster Kanton der Schweiz ermöglicht Genf auch Menschen mit schwerer Behinderung das Abstimmen und Wählen. Die Stimmbevölkerung hat am Sonntag eine entsprechende Verfassungsänderung deutlich angenommen.

CVP-Delegierte entscheiden an 13 Orten über Namenswechsel
Regional

CVP-Delegierte entscheiden an 13 Orten über Namenswechsel

Die CVP-Delegierten entscheiden am Samstag an 13 Orten über den neuen Namen "Die Mitte". Gleichzeitig fällt der Entscheid über die Fusion mit der BDP. Von dem Schritt erhofft sich die unter Wählerschwund leidende CVP einen Aufschwung.

Peter Tresch zum Gemeindepräsidenten von Göschenen UR gewählt
Regional

Peter Tresch zum Gemeindepräsidenten von Göschenen UR gewählt

Peter Tresch will es noch einmal wissen. Der 59-jährige alt Landratspräsident ist am Sonntag auf Anhieb zum Gemeindepräsidenten von Göschenen UR gewählt worden für die Amtsperiode 2021/2022. Er stach in der Kampfwahl die bisherige Gemeinderätin Klara Schweizer aus.