Spital erhält wegen Corona Finanzspritze vom Kanton Obwalden


Roman Spirig
Regional / 28.05.20 11:16

Das Obwaldner Kantonsspital erhält vom Kanton mehr Geld, um die Ausfälle wegen der Massnahmen gegen das Coronavirus zu kompensieren. Das Parlament hat eine Kreditüberschreitung von bis zu 4,4 Millionen Franken bewilligt.

Spital erhält wegen Corona Finanzspritze vom Kanton Obwalden (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Spital erhält wegen Corona Finanzspritze vom Kanton Obwalden (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Der Kantonsrat, der am Donnerstag wegen der Vorgaben zum Schutz vor dem Coronavirus in der Aula Cher der Kantonsschule in Sarnen tagte, bewilligte den Antrag der Regierung mit 53 zu 0 Stimmen bei 1 Enthaltung. Mit dem Geld im Rahmen des regionalpolitischen Beitrags verhilft der Kanton dem Spital zu Liquidität.

Die Liquidität ist nur noch bis Ende Mai gegeben, weil dem Kantonsspital durch das Verbot der Durchführung nicht dringender Eingriffe grosse Teile der regulären Einnahmequellen entgingen. Das Spital rechnet bis Juni mit einer Ergebnisbelastung von rund vier Millionen Franken und zusätzlichen ausserordentlichen Covid-19-Kosten von 673000 Franken.

Liquiditätsengpässe hätten verheerende Folgen für das Spital haben können, sagte Finanzdirektorin Maya Büchi-Kaiser. Sämtliche Fraktionen sprachen sich denn auch für die Kenntnisnahme aus. Was die gesamten Massnahmen kosten würden, werde sich aber erst am Ende zeigen, betonte Remo Fanger (SVP). Auch Andreas Sprenger (CSP) sagte, man warte gespannt auf die Schlussrechnung und fordere eine separate Abrechnung beim Spital zu den Corona-Massnahmen.

Finanzdirektorin Büchi-Kaiser sagte, man sei bezüglich der Kosten für die Kantone auch mit dem Bund im Kontakt. Man dränge auf einen Finanzierungsgipfel mit Bundesrat Alain Berset, um die Last auf verschiedene Schultern zu verteilen.

(sda)


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