St. Galler Landwirtschaft soll innovativer werden


News Redaktion
Schweiz / 29.09.22 17:28

Der Kanton St. Gallen will seine Landwirtschaft innovativ und ressourcenschonend weiterentwickeln. Diese Ziele werden in einem neuen Bericht des Volkswirtschaftsdepartements formuliert. Thema ist auch die Digitalisierung mit Stichworten wie Smartfarming und Robotik.

Die St. Galler Landwirtschaft soll innovativer werden. Im Landwirtschaftlichen Zentrum (LZSG) wird deshalb die Praxisforschung ausgebaut. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Die St. Galler Landwirtschaft soll innovativer werden. Im Landwirtschaftlichen Zentrum (LZSG) wird deshalb die Praxisforschung ausgebaut. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Im dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht wird die "Vision 2030" folgendermassen umschrieben: "Eine innovative, nachhaltige und fortschrittliche St. Galler Landwirtschaft, die einen wesentlichen Beitrag an die Volkswirtschaft und Versorgungssicherheit leistet.

Zu den Zielen gehörten etwa die ressourcenschonende Landwirtschaft und die Anpassung an den Klimawandel, heisst es in der Mitteilung der Staatskanzlei. Es gehe aber auch um den Unterhalt und damit um die Erneuerung von Wasserversorgungen, die Bewahrung der Fruchtbarkeit der Böden oder um die Biodiversität. Im Stall und auf den Feldern sollen zudem die Chancen der Digitalisierung genutzt werden.

Die zentrale Massnahme ist die Weiterentwicklung des Landwirtschaftlichen Zentrums (LZSG) mit den Standorten in Salez und Saxerriet zu einem "Kompetenzzentrum im Innovationsbereich". Damit soll die Forschung in der Praxis gestärkt werden.

Geplant sei unter anderem eine engere Zusammenarbeit von Salez mit dem fünfmal grösseren Gutsbetrieb der Strafanstalt Saxerriet, erklärte Bruno Inauen, Leiter des kantonalen Landwirtschaftsamts, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Auf den Flächen dort könnten neue innovative Methoden in der Praxis ausprobiert werden. Die Überwachung und Auswertung wäre dann Sache des LZSG.

Weiter soll die Verbindung zwischen Forschung und Praxis mit einem Austausch mit der Ostschweizer Fachhochschule Ost ausgebaut werden. In Rapperswil werde zum Thema Robotik geforscht und es gebe dort auch Projekte für die Landwirtschaft, so Inauen.

Die Innovationsförderung soll erweitert werden. Bereits heute können neue Ideen für die Landwirtschaft durch den Kanton finanziell unterstützt werden. Künftig soll dies auch für mehrjährige Projekte möglich werden.

Die Verbreitung der Innovationen geschieht zum einen über die Ausbildung. Gute Erfahrungen habe man aber auch damit gemacht, den Bäuerinnen und Bauern die Versuche und die Ergebnisse direkt auf dem Feld zu zeigen, erklärte der Leiter des Landwirtschaftsamtes. Dort biete der Betrieb im Saxerriet mehr Möglichkeiten, weil die dortigen Flächen eher der Praxis entsprechen.

Die Umsetzung der Erkenntnisse aus dem Bericht ist auf mehrere Jahre ausgelegt. Die für die Umsetzung benötigten finanziellen und personellen Ressourcen will die Regierung jeweils ins Budget aufnehmen.

(sda)


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