Staatsanwalt fordert 7,5 Jahre Freiheitsstrafe für Schweizer Reeder


News Redaktion
Schweiz / 02.07.20 10:58

Im Prozess um mutmasslichen Betrug rund um Bürgschaften zugunsten von Schweizer Hochseeschiffen hat der Staatsanwalt eine Freiheitsstrafe von 7,5 Jahren unbedingt gefordert. Auch eine bedingte Geldstrafe für den angeklagten Reeder beantragte der Staatsanwalt.

Der angeklagte Reeder am ersten Prozesstag vor dem Berner Gericht. (FOTO: KEYSTONE/KARIN WIDMER)
Der angeklagte Reeder am ersten Prozesstag vor dem Berner Gericht. (FOTO: KEYSTONE/KARIN WIDMER)

Staatsanwalt Roman Sigrist sagte in seinem Plädoyer auch, der 66-jährige, im Kanton Bern wohnhafte Angeklagte habe sich aufgrund seiner Straftaten einen Vermögensvorteil von 11,7 Millionen Franken verschafft. Er müsse deshalb zur Zahlung einer Ersatzforderung in dieser Höhe an den Kanton Bern verurteilt werden.

Sigrist liess einen Teil seiner Vorwürfe wegen Verjährung fallen. Trotzdem hält er eine Reihe von Straftatbeständen für erfüllt, so unter anderem Betrug, Leistungsbetrug im Sinn des Bundesgesetzes über die wirtschaftliche Landesversorgung und Urkundenfälschung.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Pandemie wirkt sich im zweiten Quartal stark auf Bahnverkehr aus
Schweiz

Pandemie wirkt sich im zweiten Quartal stark auf Bahnverkehr aus

Die Coronavirus-Pandemie hat sich im zweiten Quartal 2020 stark auf die Nachfrage im Schweizer Schienenverkehr ausgewirkt. Dies geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Quartalsreporting Bahn von Litra und dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV) hervor.

Im Baltikum kommt Tod durch Ertrinken am häufigsten vor
International

Im Baltikum kommt Tod durch Ertrinken am häufigsten vor

Tod durch Ertrinken ist in der Schweiz im europaweiten Vergleich selten; 2017 gab es 0,5 Todesfälle auf 100'000 Einwohner. In Lettland ist man offenbar am stärksten gefährdet, im Wasser zu sterben: 5,6 Todesfälle auf 100'000 Einwohner wurden gezählt.

Filmfestival Locarno 2020: Hybride Ausgabe gestartet
Schweiz

Filmfestival Locarno 2020: Hybride Ausgabe gestartet

In Locarno ist am Mittwochabend das 73. Filmfestival eröffnet worden - allerdings ganz anders als gewohnt. Anstatt eines feierlichen Auftakts auf der Piazza Grande wurden die Reden über den Videodienst Youtube übertragen.

Ford-Chef Hackett tritt überraschend zurück
Wirtschaft

Ford-Chef Hackett tritt überraschend zurück

Der kriselnde US-Autoriese Ford stellt seine Konzernspitze bereits zum zweiten Mal in gut drei Jahren neu auf. Das Unternehmen teilte am Dienstag mit, dass der erst seit Mai 2017 amtierende Chef Jim Hackett (65) zurücktritt.