Stadt Luzern will vorwärts machen mit Überbauung beim Reusszopf


News Redaktion
Regional / 30.03.21 11:00

Der Luzerner Stadtrat will den Weg ebnen für eine Überbauung beim Reusszopf. Er schlägt dem Parlament vor, den Bebauungsplan Reussbühl Ost aufzuteilen, damit im nördlichen Teil des Perimeters unter anderem 80 neue Mietwohnungen entstehen können.

Für rund 47 Millionen Franken will die Baugenossenschaft Reussbühl beim Reusszopf Wohnungen und Gewerberaum schaffen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Für rund 47 Millionen Franken will die Baugenossenschaft Reussbühl beim Reusszopf Wohnungen und Gewerberaum schaffen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Reussbühl ist eines von drei Luzerner Fokusgebieten. Dort stehen in den nächsten 15 Jahren grosse städtebauliche Veränderung an, wie der Stadtrat in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht ans Parlament schreibt. Er unterbreitet diesem eine Zonenplanänderung und einen Bebauungsplan.

Um im Gebiet entlang der Reusszopfstrasse vor dem Seetalplatz eine Entwicklung von hoher städtebaulicher und ökologischer Qualität zu erreichen, soll dort ein Bebauungsplan gelten. Dieser hält bisherige Planungsresultate fest und ist verbindlich für die Grundeigentümer.

Deren 45 sind in besagtem Perimeter mit 32 Grundstücken vom Bebauungsplan betroffen. Das sei herausfordernd, hält die Stadtregierung fest, für den südlichen Teil zeichne sich keine schnelle Einigung ab. Deshalb soll nun der Bebauungsplan etappiert werden.

In der ersten Etappe wird somit das Projekt der Baugenossenschaft Reussbühl ermöglicht. Diese will auf ihrem Baubereich entlang der Strasse 80 Mietwohnungen und 1300 Quadratmeter Gewerbefläche bauen. 20 Prozent der zusätzlichen Wohnungen im Bebauungsplanbereich sind gemeinnützig. Das Projekt kostet rund 47 Millionen Franken.

Gleichzeitig mit dem Bebauungsplan wird die Bau- und Zonenordnung für das gesamte Gebiet geändert und eine Zentrumszone Reussbühl Ost geschaffen. Damit werde auch das heutige Hochhaus legitimiert, ein künftiges Hochhaus dürfte gar 1,2 Meter höher gebaut werden, hält der Stadtrat fest.

Hängige Einsprachen, etwa gegen die Wettbewerbspflicht, empfiehlt der Stadtrat zur Ablehnung. Die zweite Etappe des Bebauungsplans Ost wird voraussichtlich im Jahr 2022 dem Parlament vorgelegt.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Quarten stimmt gegen Heidi-Dorf über dem Walensee
Schweiz

Quarten stimmt gegen Heidi-Dorf über dem Walensee

Das Millionenprojekt "Heidi Alperlebnis" oberhalb des Walensees kann nicht realisiert werden. Die Stimmberechtigten der Gemeinde Quarten haben den Teilzonenplan Tannenboden abgelehnt.

Film über Proteste in Belarus - Regisseur beunruhigt über Lage
International

Film über Proteste in Belarus - Regisseur beunruhigt über Lage

Der Regisseur Aliaksei Paluyan will mit seinem neuen Dokumentarfilm "Courage. Kunst und Demokratie in Belarus" auf die Unterdrückung der Demokratiebewegung in seinem Heimatland aufmerksam machen.

60 Prozent sagen Ja zum Covid-19-Gesetz
Schweiz

60 Prozent sagen Ja zum Covid-19-Gesetz

Rückendeckung für die Corona-Politik des Bundes: Die Schweizer Stimmbevölkerung hat das Covid-19-Gesetz am Sonntag mit rund 60 Prozent angenommen. Am deutlichsten war die Zustimmung in der lateinischen Schweiz.

Ein Ja zur St. Galler Spitalstrategie trotz Toggenburger Gegenwehr
Schweiz

Ein Ja zur St. Galler Spitalstrategie trotz Toggenburger Gegenwehr

Bei der einzigen umstrittenen Abstimmung im Kanton St. Gallen, dem Referendum "Spital Wattwil erhalten", folgten 56,3 Prozent der Stimmberechtigten dem Kurs von Regierung und Parlament. Trotzdem dürfe nicht zur Tagesordnung übergegangen werden, fordert das Referendums-Komitee.