Stadtparlament kritisiert fehlende Behindertengerechtigkeit


News Redaktion
Regional / 22.12.22 14:55

Die Stadt Luzern soll dafür sorgen, dass alle öffentlichen WC für Behinderte uneingeschränkt benutzbar sind. Dies haben Mitglieder des Grossen Stadtrats am Donnerstag bei der Behandlung des "Masterplan 3 öffentliche WC-Anlagen" betont. Der Rat nahm von dem Bericht zustimmend Kenntnis.

Die Stadt Luzern will in die öffentlichen WC investieren. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)
Die Stadt Luzern will in die öffentlichen WC investieren. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

In der Stadt gibt es 30 öffentliche WC-Anlagen. Sie sollen in den nächsten Jahren modernisiert werden, geplant sind bis 2032 Investitionen von 7,3 Millionen Franken. Ein Grossteil werde dann hindernisfrei zugänglich und bedienbar sein, erklärte der Stadtrat in seinem Bericht an das Parlament.

Rieska Dommann (FDP), Sprecher der Baukommission, sagte, es sei unverständlich, dass es in der Stadt Luzern weiterhin nicht hindernisfreie WC-Anlagen gebe. Auch mehrere Fraktionssprecher bemängelten diesen Sachverhalt. Mark Buchecker (FDP) sprach von einem "Ärgernis".

Die WC-Anlagen seien ja noch nicht so alt, sagte Patrick Zibung (SVP) zur mangelnden Hindernisfreiheit der Luzerner WC. Mehrmals erwähnt wurden dabei die Toiletten beim Schulhaus Staffeln, das erst kürzlich gebaut worden ist. Die Stadt hole dies jetzt aber nach, sagte Martin Abele (Grüne).

Baudirektorin Manuela Jost (GLP) sagte zu der Kritik, die Stadt habe beim Thema hindernisfreie und altersgerechte Toiletten nicht nichts gemacht. Es sei immer auch eine Frage der Abwägung, etwa an Standorten mit häufigen Vandalenschäden.

Unbestritten war die Schaffung von genderneutralen Universaltoiletten. Damit werde nicht nur eine Diskriminierung beseitigt, hiess es in der Debatte. Diese WC könnten auch flexibler genutzt werden, und es könnten Kosten gespart werden, hiess es.

(sda)


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