Steinschlag am Axen ruft Urner Kantonspolitiker auf den Plan


Roman Spirig
Regional / 04.09.19 11:08

Nach dem Steinschlag am Axen Ende Juli und der Sperrung der Axenstrasse muss sich die Urner Kantonsregierung zahlreiche Fragen gefallen lassen. Im Kantonsrat haben am Mittwoch zwei weitere Politiker Vorstösse zum Thema aufs Tapet gebracht.

Steinschlag am Axen ruft Urner Kantonspolitiker auf den Plan (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Steinschlag am Axen ruft Urner Kantonspolitiker auf den Plan (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Unter dem Titel "Wie weiter an der Axenstrasse" reichte Christian Schuler (SVP) eine Interpellation ein und warf gleichzeitig der Regierung vor, nichts zu unternehmen, obwohl das Problem schon lange bekannt sei. Für die Urner Wirtschaft sei das keine haltbare Situation, es gelte nun, die nationale Politik auf die Problematik aufmerksam machen. Er will sieben Fragen beantwortet haben.

Eine Interpellation mit fünf Fragen zur Axenstrasse reichte auch Theophil Zurfluh (FDP) ein. Er hingegen dankte der Urner Regierung im Namen der Sisikoner Bevölkerung für ihr rasches Handeln bezüglich der Beförderung während der Strassensperrung.

Bereits vergangene Woche hatte Landrätin Nina Marty (SP/Grüne) eine kleine Anfrage an den Regierungsrat gerichtet, in der sie fünf Fragen beantwortet haben will. Die an die Regierung gerichteten Fragen drehen sich insbesondere darum, welchen Einfluss der jüngste Felssturz auf das Projekt "Neue Axenstrasse" hat.

Die Wiedereröffnung der Axenstrasse ist gemäss aktuellem Kenntnisstand nach wie vor auf Mitte September angesetzt, wie Baudirektor Roger Nager am Mittwoch sagte.

Am 28. Juli waren zwei Steinblöcke von 200 und 300 Kubikmetern in eine Rinne direkt oberhalb der Axenstrasse gestürzt. Seither ist die Strasse zwischen Flüelen UR und Sisikon UR aus Sicherheitsgründen gesperrt. Mitte August wurden zwei absturzgefährdete Felsblöcke oberhalb der Strasse gesprengt.

Die Axenstrasse ist zudem weiterhin gefährdet, weil noch einige 10'000 Kubikmeter loses Material in der Rinne des Gumpischtals liegt. Dieses Material könne je nach Witterung durch einen Murgang gelöst werden und abstürzen. Die Arbeiten sind aufwendig, weil sie vom Helikopter aus am hängenden Seil vorgenommen werden müssen.

(sda)


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