Street Parade: Keine Hinweise auf Mittäter bei Rohrbomben-Attrappen


Roman Spirig
Regional / 12.08.19 15:39

Der Mann, der an der Street Parade einen Rucksack mit Rohrbomben-Attrappen auf einer Strasse deponiert hat, ist in Haft. Gemäss Zürcher Staatsanwaltschaft gibt es keine Hinweise auf Mittäter. Der Rucksack hatte einen Grosseinsatz der Polizei ausgelöst.

Street Parade: Keine Hinweise auf Mittäter bei Rohrbomben-Attrappen (Foto: KEYSTONE / CHRISTIAN MERZ)
Street Parade: Keine Hinweise auf Mittäter bei Rohrbomben-Attrappen (Foto: KEYSTONE / CHRISTIAN MERZ)

Gegen den Beschuldigten wird derzeit wegen Schreckung der Bevölkerung ermittelt, sagte Erich Wenzinger, Sprecher der Zürcher Staatsanwaltschaft, am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Bei diesem Straftatbestand sei ein Strafrahmen von Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe möglich.

Die Stadtpolizei Zürich hatte am Samstagabend anlässlich der Street Parade den verdächtigen Rucksack sichergestellt und dessen Inhalt von Spezialisten des Forensischen Instituts analysieren lassen. Das Gepäckstück war gefüllt mit Attrappen von Rohrbomben.

Aufwändige Ermittlungen der Kantonspolizei Zürich hatten zu einem 31-jährigen Deutschen geführt, der im Kanton Aargau wohnt. Er wurde am Sonntagabend an seinem Wohnort verhaftet. "Der Entscheid, ob für den Mann Untersuchungshaft angeordnet wird, ist noch offen", sagte Wenzinger. Derzeit gebe es keine Hinweise auf allfällige Mittäter.

Auch haben erste Ermittlungen gemäss Wenzinger ergeben, dass der Mann keine Verbindungen zu extremen politischen oder religiösen Gruppierungen hatte. "Warum der 31-Jährige die Bomben-Attrappen baute und den Rucksack an der Street Parade auf die Strasse legte, ist noch nicht bekannt", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Die Polizei war am Samstagabend kurz nach 20 Uhr wegen des verdächtigen Gegenstands im Bereich des Utoquai alarmiert worden. Aus Sicherheitsgründen war daraufhin das Gebiet grossräumig abgesperrt worden und die Besucherströme wurden umgeleitet.

Spezialisten des Forensischen Instituts liessen den orangen Rucksack schliesslich unter Sicherheitsvorkehrungen abtransportieren. Die Strasse wurde kurz vor Mitternacht wieder freigegeben. Ein 35-jähriger Schweizer, der am Sonntagabend verhaftet worden war, wurde ohne weiteren Verdacht aus der Haft entlassen.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Cham will mehr Junge in Ortsplanungsrevision involvieren
Regional

Cham will mehr Junge in Ortsplanungsrevision involvieren

Mit einer Auftaktkonferenz lanciert die Zuger Gemeinde Cham Mitte September die Mitwirkung für die Ortsplanungsrevision. Für den zweitägigen Anlass haben sich rund 80 Personen angemeldet, jene unter 30 Jahren seien aber untervertreten.

Sie sang
Schweiz

Sie sang "Gigi von Arosa": Schauspielerin Ines Torelli gestorben

Die Schweizer Schauspielerin und Sängerin Ines Torelli ist am 21. August im Alter von 88 Jahren in ihrer Wahlheimat Nova Scotia, Kanada gestorben. Dies teilte Tobias Bonn, Mitglied der Kabarettgruppe Geschwister Pfister, am Freitag mit.

Luzern: Er zündete seinen Lebenspartner an! Vier Jahre Gefängnis
Regional

Luzern: Er zündete seinen Lebenspartner an! Vier Jahre Gefängnis

Das Kriminalgericht Luzern hat einen Mann schuldig befunden, 2015 seinen damaligen Lebenspartner mit Leichtbenzin übergossen und angezündet zu haben. Es verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren.

Das Festprogramm in Zug
Schwingen

Das Festprogramm in Zug

Fahnenempfang, Festumzug, Anschwingen, Public Viewing, Konzerte, Sunshine Hit Mix Party. Hier git es die Übersicht über das Festprogramm am ESAF.