Streit um Erdgas im Mittelmeer dauert an - Israel steht Athen bei


News Redaktion
Wirtschaft / 12.08.20 10:15

Im Streit zwischen der Türkei und Griechenland um Erdgas im Mittelmeer zeichnet sich weiter keine Lösung ab.

Das türkische Forschungsschiff «Oruc Reis» (M) fährt in Begleitung türkischer Kriegsschiffe über das Mittelmeer. Foto: -/IHA/AP/dpa (FOTO: Keystone/IHA/AP/-)
Das türkische Forschungsschiff «Oruc Reis» (M) fährt in Begleitung türkischer Kriegsschiffe über das Mittelmeer. Foto: -/IHA/AP/dpa (FOTO: Keystone/IHA/AP/-)

In der Nacht bewegte sich das türkische Forschungsschiff Oruc Reis weiterhin in einem Seegebiet, das Griechenland als eigene Ausschliessliche Wirtschaftszone (AWZ) versteht. Zahlreiche türkische und griechische Kriegsschiffe halten sich in der Region auf.

Mittelmeeranrainer Israel unterstützte die griechische Position. Israel drückt seine volle Unterstützung und Solidarität mit Griechenland aus - in seinem Recht, Seezonen und seine AWZ abzugrenzen, erklärte das israelische Aussenministerium am Mittwochmorgen.

Nachdem das türkische Forschungsschiff den östlichsten Zipfel des Gebietes erreichte, das Ankara für Forschungen freigegeben hatte, änderte es seinen Kurs um 180 Grad und fuhr am Mittwochmorgen in nordöstlicher Richtung; parallel aber entgegengesetzt zum Kurs, den es am Vortag hatte. Die griechische Marine ging davon aus, dass die Oruc Reis die Region systematisch absuche und mit Ultraschallwellen den Boden des Mittelmeeres erforsche.

Die Suche der Türkei ist aus Sicht Athens illegal, weil die Region zur sogenannten Ausschliesslichen Wirtschaftszone des EU-Landes gehöre. Auch die EU hat die türkischen Aktionen verurteilt und Ankara aufgefordert, sie einzustellen. Nach türkischer Lesart haben Inseln wie Kreta zwar Hoheitsgewässer, aber keine Ausschliessliche Wirtschaftszone.

(sda)


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