Studie: Ein Drittel der Pensionierten kann im Alter weiter sparen


News Redaktion
Wirtschaft / 07.12.22 10:56

Viele Pensionierte können im Alter weiterhin Geld zur Seite legen. Ein Mehrheit ist zudem gewillt, das angesparte Geld zu vererben.

In der Schweiz können viele Menschen im Ruhestand weiter sparen. Laut einer Studie der Swiss Life ist zudem eine Mehrheit der Rentner gewillt, Ersparnisse zu vererben.(Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)
In der Schweiz können viele Menschen im Ruhestand weiter sparen. Laut einer Studie der Swiss Life ist zudem eine Mehrheit der Rentner gewillt, Ersparnisse zu vererben.(Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Konkret bauen in der Schweiz laut einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage von Swiss Life 34 Prozent der befragten Personen ab 65 Jahren Vermögen auf anstatt es abzubauen. Weitere 44 Prozent geben gemäss eigenen Angaben etwa so viel aus, wie sie erhalten.

Die restlichen 22 Prozent brauchen zumindest einen Teil ihres Vermögens im Alter auf. Diese Werte hätten sich in den letzten Jahren nur leicht verändert, heisst es in der Studie.

Rund 57 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass es ihnen wichtig sei, der nachfolgenden Generation einen "Sparbatzen" zu hinterlassen: "Der Wunsch vererben zu können, ist eine starke Motivation im Alter weiter zu sparen", fasste Studienautor Andreas Christen von Swiss Life anlässlich einer Videokonferenz die Befunde der Umfrage zusammen. Und zu vererben gibt es einiges: Rund die Hälfte der pensionierten Steuerpflichtigen verfügt laut Studie über ein Bruttovermögen von mehr als 300'000 Franken.

Die "goldene" Rentnergeneration ist im Durchschnitt in den letzten Jahren gemäss der Umfrage auch "finanziell zufriedener" geworden. "Dies ist teilweise damit zu erklären, dass rund ein Drittel der befragten 65- bis 79-Jährigen selbst 100'000 Franken oder mehr geerbt hat", sagte Christen.

Die finanzielle Zufriedenheit der Pensionierten steht derweil im Kontrast zum Pessimismus in der jüngeren Bevölkerung: "Diese befürchtet, dass sie länger arbeiten und mehr sparen muss - und im Alter finanziell schlechter abgesichert sein wird als die heutigen Pensionierten", so der Studienautor weiter.

So seien 47 Prozent Personen im Erwerbsalter pessimistisch gestimmt bezüglich ihrer eigenen Altersvorsorge: Rund 47 Prozent rechnen mit einem späteren Rentenalter und 73 Prozent glauben, mehr selbst sparen zu müssen als die aktuelle Generation an Pensionierten. Gleichwohl fürchten 58 Prozent der noch arbeitenden Befragten, im Alter finanziell schlechter abgesichert zu sein.

Die Studie basiert den Angaben nach auf zwei im Januar 2022 durch das Marktforschungsinstitut Link im Auftrag von Swiss Life durchgeführten Umfragen. An der telefonisch geführten Hauptbefragung nahmen 1310 Personen im Alter von 65 bis 75 Jahre teil. An der Online-Zusatzbefragung nahmen 1030 Personen im Alter von 25 bis 79 Jahren teil.

(sda)


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