Sturm Uwe im Gang - Kaltfront sorgt für schwere Sturmböen und kühlt die Luft ab


Roman Spirig
Schweiz / 10.02.19 18:38

Sturmtief "Uwe" hat der Schweiz einen stürmischen Sonntag beschwert. Eine Kaltfront hat kräftige Winde und dahinter am Abend eine Abkühlung gebracht. Auf Gipfeln im Westen wurden Böen von über 130 km/h gemessen.

Sturm Uwe im Gang - Kaltfront sorgt für schwere Sturmböen und kühlt die Luft ab  (Foto: KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS)
Sturm Uwe im Gang - Kaltfront sorgt für schwere Sturmböen und kühlt die Luft ab (Foto: KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS)

Die höchsten Windgeschwindigkeiten gab es auf dem Waadtländer Gipfel La Dôle mit 133 Stundenkilometern (km/h) und auf dem Juragipfel Chasseral mit 137 km/h, wie ein Meteorologe auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Im westlichen Flachland waren die Böen vielerorts zwischen 70 und 90 km/h stark. Die Front sollte im Lauf des Abend über die Schweiz hinwegziehen und eine markante Abkühlung bringen. Der Sturm habe die Stärke eines normalen Wintersturms, wie der Meteorologe sagte.

Am EuroAirport Basel-Mülhausen störte "Uwe" den Flugverkehr. Die Böen hätten am Nachmittag bis zu 122 km/h erreicht, teilte der Flughafen am Abend mit. Zehn ankommende Flüge hätten umgeleitet werden müssen, nach Frankfurt, Lyon, Baden-Baden, Zürich, Stuttgart, Mailand und Friedrichshafen.

14 ankommende oder startende Flüge wurden annulliert. Drei Maschinen konnten am EuroAirport landen, nachdem sie durchgestartet waren. Ein weiteres Flugzeug wurde nach dem Durchstarten umgeleitet, und eine Maschine nach sogar zwei Durchstarts an einen anderen Flughafen verwiesen.

Meldungen über Verletzte gab es bis am frühen Abend nicht. Die Kantonspolizei Bern erhielt bis zum frühen Abend rund 25 Meldungen, wie eine Sprecherin auf Anfrage von Keystone-SDA sagte. Die meisten kamen aus dem Berner Jura und aus dem Oberland. Im Jura störten die Winde auch den Bahnverkehr.

Glimpflich ging ein Zwischenfall auf der A6 in Heimberg bei Thun im Berner Oberland aus. Eine Tanne stürzte auf die Fahrbahn und touchierte ein Fahrzeug. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand.

In Basel-Stadt hielten die Winde die Feuerwehr auf Trab. Die Polizei vermeldete rund ein Dutzend Einsätze wegen umgestürzter Bäume, abgerissener Äste und heruntergefallener Dachziegeln. Gemäss einer Twittermeldung des baselstädtischen Justiz- und Sicherheitsdepartements war der ganze Kanton betroffen.

Im Kanton Solothurn war vor allem das Schwarzbubenland vom Sturm betroffen, wie die dortige Polizei meldete. Bis 17 Uhr seien 30 Meldungen eingegangen über umgestürzte Bäume und Baustellenschranken sowie von Ziegeln, die von Dächern geweht wurden.

Vor dem Sturm war es frühlingshaft warm: Der Wetterdienst MeteoNews meldete für Basel-Binningen BL und Altenrhein SG Temperaturen von je über 15 Grad. Im Baselbiet trieb der Südwestwind das Quecksilber nach oben und im St. Galler Rheintal und den Alpentälern der Föhn.

In Glarus wurden 13,9 Grad gemessen, in Aigle VD auf 13,2 Grad und in Chur 13,0 Grad. In Aarau kletterten die Thermometer auf 12 Grad.

(sda)


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