Suche nach Vermisstem ist wegen Regens unterbrochen


News Redaktion
Schweiz / 14.08.20 10:14

Nach dem Canyoning-Unglück in Vättis SG, bei dem am Mittwochabend vermutlich vier spanische Touristen ums Leben kamen, bleibt die Suche nach dem letzten Vermissten unterbrochen. Das Wetter erlaube derzeit die Fortsetzung nicht, sagte ein Polizeisprecher.

In der engen und steilen Parlitobelschulcht, rechts im Bild, wurden am Mittwoch vier spanische Touristen von einem Gewitter überrascht und von Wasser und Geröll mitgerissen. Sie verunglückten tödlich. Drei Leichen wurden in der Einmündung des Gigerwald-Stausees gefunden, ein Mann wird noch vermisst. (FOTO: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)
In der engen und steilen Parlitobelschulcht, rechts im Bild, wurden am Mittwoch vier spanische Touristen von einem Gewitter überrascht und von Wasser und Geröll mitgerissen. Sie verunglückten tödlich. Drei Leichen wurden in der Einmündung des Gigerwald-Stausees gefunden, ein Mann wird noch vermisst. (FOTO: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Es geht um die Sicherheit unserer Leute, erklärte der Sprecher der St. Galler Kantonspolizei, Florian Schneider, am Freitagmorgen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Man beobachte die Situation vor Ort. So bald wie möglich werde die gezielte Suche nach dem Vermissten in kleinen Teams wieder aufgenommen.

Ein heftiges Gewitter war am Mittwoch kurz nach 18 Uhr vier spanischen Touristen beim Canyoning in der engen und steilen Parlitobelschlucht zum Verhängnis geworden. Sie wurden von Wassermassen und Geröll mitgerissen. Drei Leichen wurden bei einer Suchaktion in der Einmündung des Gigerwald-Stausees gefunden.

Der vierte Mann wird noch vermisst. Laut Polizei dürfte auch er ums Leben gekommen sein. Die vier Verunglückten sind 30, 33, 38 und 48 Jahre alt und stammen aus Navarra (Spanien). Sie waren erfahrene Canyoning-Sportler. Zur Zeit des Unglücks waren laut SRF Meteo in der Gegend heftige Gewitter mit grossen Regenmengen erwartet worden.

Die Parlitobelschlucht ist ein für den Canyoning-Sport bekannter Ort, der im Internet und in Schluchtenführern beschrieben wird. Ob die vier Spanier, die ohne Guide in die Schlucht stiegen, die Gefahr hätten vorhersehen können, ist noch offen. Ihre zwei Begleiterinnen waren zu Fuss ins Tal zurückgekehrt und hatten die Rettungskräfte alarmiert.

(sda)


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