Südafrikas Verband legt Rekurs ein gegen Urteil im Fall Semenya


Roman Spirig
Sport / 13.05.19 13:00

Der südafrikanische Leichtathletikverband wird im Streit um die Hormonwerte der Olympiasiegerin Caster Semenya beim Schweizer Bundesgericht Berufung gegen den Entscheid des Internationalen Sportgerichtshof CAS einlegen.

Südafrikas Verband legt Rekurs ein gegen Urteil im Fall Semenya (Foto: KEYSTONE / EPA / NOUSHAD THEKKAYIL)
Südafrikas Verband legt Rekurs ein gegen Urteil im Fall Semenya (Foto: KEYSTONE / EPA / NOUSHAD THEKKAYIL)

Das Verfahren solle so schnell wie möglich auf den Weg gebracht werden, zitierte die örtliche Nachrichtenagentur ANA einen Sprecher des südafrikanischen Sportministeriums.

Infolge des CAS-Entscheids vom 1. Mai gilt eine Regel des Weltverbandes IAAF, die Läufer mit intersexuellen Anlagen verpflichtet, einen Testosterongehalt von 5 Nanomol pro Liter Blut nicht zu überschreiten. Damit soll ein Wettbewerbsvorteil verhindert werden. Um weiterhin bei Rennen antreten zu können, müsste sich die dreimalige 800-Meter-Weltmeisterin Semenya daher einer Hormontherapie unterziehen, um ihre Testosteron-Werte zu senken.

Die 28-jährige Südafrikanerin lehnt eine solche Therapie vehement ab. Sie und ihre Unterstützer haben die Regelung wahlweise als sexistisch oder auch als rassistisch abgelehnt. Die Regelung umfasst Frauenrennen zwischen 400 m und einer Meile (1609 Meter). Semenya könnte daher auch auf längere Strecken ausweichen - kürzlich siegte sie bei den südafrikanischen Meisterschaften über 5000 m.

(sda)


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