Südkalifornien erneut von starkem Erdbeben erschüttert


Roman Spirig
International / 06.07.19 09:16

Der US-Bundesstaat Kalifornien ist zum zweiten Mal binnen zwei Tagen von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Der Erdstoss etwa 200 Kilometer nördlich von Los Angeles habe eine Stärke von 7,1 gehabt, teilte die US-Erdbebenwarte am Freitag mit.

Südkalifornien erneut von starkem Erdbeben erschüttert (Foto: KEYSTONE / AP / Chad Mayes)
Südkalifornien erneut von starkem Erdbeben erschüttert (Foto: KEYSTONE / AP / Chad Mayes)

Das Beben ereignete sich den Angaben zufolge um 20.19 Uhr (Ortszeit) in einer Wüstenregion rund 17 Kilometer entfernt von der Stadt Ridgecrest, die bereits am Donnerstag von einem Erdstoss der Stärke 6,4 erschüttert worden war. Der jüngste Erdstoss ereignete sich in einer geringen Tiefe von 900 Metern. Zunächst war die Stärke mit 6,9 angegeben worden.

Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor. Das Beben dauerte laut Angaben der Nachrichtenagentur AP mindestens eine halbe Minute. Es wurde bis in die Millionenstädte Las Vegas und Los Angeles sowie im südlichen Nachbarland Mexiko verspürt.

Am Donnerstag war ein Erdbeben der Stärke 6,4 gemessen worden. Es war das bis dahin stärkste Beben seit 25 Jahren in der Region. Nur wenige Menschen wurden dabei nach Angaben der Behörden verletzt, zwei Häuser fingen Feuer durch gebrochene Gasleitungen. Mehrere Strassen wurden durch Risse beschädigt.

Zuletzt hatte es 1999 ein grösseres Beben in in der dünn besiedelten Mojave-Wüste im Süden Kaliforniens gegeben. Der Erdstoss der Stärke 7,1 richtete damals kaum Schäden an. Ein heftiges Erdbeben in Los Angeles mit tödlichen Folgen liegt gut 25 Jahre zurück. Bei dem Northridge-Beben im Januar 1994 mit einer Stärke von 6,7 starben 57 Menschen. Es richtete Millionenschäden an.

(sda)

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Deutsches Konjunkturpaket soll 75 bis 80 Milliarden Euro umfassen
Wirtschaft

Deutsches Konjunkturpaket soll 75 bis 80 Milliarden Euro umfassen

Das geplante Konjunkturprogramm der Bundesregierung soll nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" ein Volumen von 75 bis 80 Milliarden Euro bekommen. Der Bund soll danach den Grossteil mit "deutlich über 60 Milliarden" übernehmen, den Rest tragen die Länder.

Tote bei Protesten nahe Chicago - Schüsse auf Polizisten in St. Louis
International

Tote bei Protesten nahe Chicago - Schüsse auf Polizisten in St. Louis

Zwei Menschen sind Medienberichten zufolge bei Protesten gegen Polizeigewalt in Cicero, einem Vorort von Chicago, ums Leben gekommen.

Wohnung nach Brand in Mehrfamilienhaus in Rebstein SG unbewohnbar
Schweiz

Wohnung nach Brand in Mehrfamilienhaus in Rebstein SG unbewohnbar

Eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Rebstein SG ist bei einem Brand am Samstagabend zerstört worden. Im Haus wurden vorübergehend die Bewohner von fünf Wohnungen evakuiert. Verletzt wurde niemand. Warum der Brand ausbrach, ist noch unklar.

USA beliefern Brasilien mit umstrittener Malaria-Arznei
Wirtschaft

USA beliefern Brasilien mit umstrittener Malaria-Arznei

Die USA beliefern Brasilien trotz medizinischer Warnungen mit der umstrittenen Anti-Malaria-Arznei Hydroxychloroquin zur Behandlung von Covid-19-Patienten. Dies teilten die Regierungen beider Länder am Sonntag (Ortszeit) mit.