Super-Ligisten ohne Glanz in die Achtelfinals


Roman Spirig
Sport / 15.09.19 18:21

Die Klubs aus der Super League taten sich in den Cup-Sechzehntelfinals auch am Sonntag schwer. Neuchâtel Xamax, Thun, Sion und Luzern setzten sich ohne viel Glanz gegen Unterklassige durch.

Super-Ligisten ohne Glanz in die Achtelfinals (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Super-Ligisten ohne Glanz in die Achtelfinals (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Einen grossen Moralschub dürfte das Erreichen der Achtelfinals weder bei Liga-Schlusslicht Xamax, dem FC Thun, Sion oder Luzern auslösen; zu zahm waren die Auftritt gegen Unterklassige, die Klassendifferenz nur selten sichtbar. Den klarsten Sieg der Super-League-Klubs erzielten noch die Innerschweizer, die beim viertklassigen FC Wohlen mit 4:0 siegten. Doch auch hier musste der Oberklassige harte Arbeit leisten, bis der Sieg sichergestellt war. Die Aargauer verlangten dem FCL wie beim letzten Cup-Duell vor acht Jahren, das die Luzerner mit 2:1 für sich entscheiden konnten, alles ab.

Erst zehn Minuten nach der Pause brachte Otar Kakabadse, der früh für den verletzten Christian Schwegler in die Partie gekommen war, den Favoriten auf Kurs. Wohlen hatte sich vor der Pause mit Luzern auf Augenhöhe gezeigt, und nach einer Grosschance in der 1. Minute gar mit einem Vorsprung in die Pause gehen können, büsste in der zweiten Halbzeit allerdings für den physischen Effort aus dem ersten Durchgang.

Mit Kakabadses Führungstor war die Gegenwehr des Underdogs gebrochen. Francesco Margiotta (75.), Patrick Schürpf (83.) und der erst 18-jährige Darian Males (90.) - der in seinem ersten Pflichtspiel für den FCL sogleich erfolgreich war - sorgten in der Folge für den klaren Luzerner Sieg.

Seydou Doumbia, der dreimalige Torschützenkönig der Super League, hätte beim FC Sion keinen schöneren Einstand geben können. Der Ivorer kam in Aarau nach 71 Minuten beim Stand von 1:1 auf den Platz und erzielte in der 92. Minute mit einem Kopfball das 2:1, das Sion in die Achtelfinals brachte. Für Aarau, das in der ersten Halbzeit weit mehr vom Spiel gehabt hatte und zu den besseren Chancen gekommen, war, ist das Ausscheiden bitter und unglücklich - zumal das Führungstor der Walliser von Bastien Toma nach 22 Minuten irregulär war.

Sions Stürmer Roberts Uldrikis hielt seinen Gegenspieler von hinten über die Schulter und zog ihn zurück. Und mit der Hand vor dem Körper des Gegner berührte Uldrikis den Ball. Schiedsrichter Stephan Klossner hätte zwei triftige Gründe gehabt, das Spiel mit einem Freistoss für Aarau aus dem Strafraum fortzusetzen, aber er liess keinen der Gründe gelten.

In den Partien zwischen Thun und Stade Nyonnais respektive Xamax gegen die AC Bellinzona gab einzig die Effizienz den Ausschlag zu Gunsten der Gäste. Thun war am Genfersee gegen Stade Nyonnais mit der zweiten richtigen Chance erfolgreich. Basil Stillhart verwertete rund fünf Minuten vor der Pause eine punktgenaue Hereingabe von Aussenverteidiger Stefan Glarner per Kopf, nachdem Miguel Castroman nach einer Viertelstunde am Pfosten gescheitert war.

Nur liess das Team von Marc Schneider dem Führungstreffer keine weiteren Tore folgen, sondern versuchte, das 1:0 kontrolliert über die Zeit zu bringen. Ähnlich wie vor zwei Jahren, als Thun am Genfersee im Cup-Achtelfinal 3:1 gewinnen konnte, blieb der Aussenseiter aber bis zuletzt gefährlich.

Ein ähnlich durchzogenes Bild wie Thun hinterliess Xamax beim 2:1-Sieg im Tessin bei der AC Bellinzona. Eine starke Einzelleistung von Gaëtan Karlen brachte den Neuenburgern nach einer guten halben Stunde zwar die Führung, konnte aber nicht überdecken, dass das Schlusslicht der Super League derzeit nicht sattelfest unterwegs ist. Die vom ehemaligen Sion-Coach Maurizio Jacobacci trainierten Tessiner hatten zwar standesgemäss weniger vom Spiel, jedoch nicht die schlechteren Möglichkeiten als die Neuenburger.

(sda)


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