Swiss Steel mit deutlicher Erholung im ersten Quartal


News Redaktion
Wirtschaft / 05.05.21 08:32

Swiss Steel hat im ersten Quartal 2021 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Die Absatzmenge stieg dank der anhaltenden Nachfrage in der Automobilindustrie und der Erholung im Maschinen- und Anlagenbau, wie der Spezialstahlhersteller am Mittwoch mitteilt. Zudem seien die Kosten gesenkt worden.

Der Produktionsstandort der Swiss Steel in Emmenbruecke LU: Der Konzern schreibt wieder schwarze Zahlen. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Der Produktionsstandort der Swiss Steel in Emmenbruecke LU: Der Konzern schreibt wieder schwarze Zahlen. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Der Luzerner Stahlkonzern hatte bereits Ende April Eckwerte zum Quartal genannt. Die definitiven Zahlen weisen nun beim Absatz im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von rund 12 Prozent auf 510 Kilotonnen aus und beim Umsatz einen Anstieg zum Vorjahr von 6,7 Prozent auf 751,6 Millionen Euro. Der durchschnittliche Stahlpreis sank innert Jahresfrist um 4,3 Prozent auf 1476 Euro pro Tonne.

Speziell auf der Ressourcenseite habe sich das Preisniveau herausfordernd gezeigt, teilte Swiss Steel mit. Man habe aber Preiserhöhungen mit den Kunden vereinbaren können, um dem zu begegnen.

Das adjustierte Betriebsergebnis (EBITDA) war mit 44,5 Millionen Euro positiv, 2019 hatte hier ein Verlust von 6,1 Millionen resultiert. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 4,8 Millionen Euro übrig, dies nach einem satten Minus von 42,3 Millionen in der Vorjahresperiode.

Die Ergebnisverbesserung sei neben dem besseren Absatz vor allem auch mit Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmassnahmen erreicht worden, schreibt Swiss Steel. Die Kurzarbeit sei in fast sämtlichen Produktionsbereichen reduziert worden.

Der Umsatzanstieg spiegeltinsbesondere die höhere Nachfrage aus der Automobilindustrie wider. Der Absatz an Qualitäts- und Edelbaustahl lag rund 22 Prozent höher als im Vorjahr. Im Vorjahreszeitraum hatten Italien und China früh Massnahmen zur Pandemie-Eindämmung ergriffen. In der Region Amerika konnte, trotz sich abzeichnender Erholung der Nachfrage aus der Öl- und Gasindustrie, das Umsatzniveau des Vorjahresquartals nicht erreicht werden.

Mit Blick auf das Gesamtjahr gibt sich das Management optimistisch. Aufgrund der verbesserten Auftragslage in der ersten Jahreshälfte sei im Gesamtjahr ein bereinigter EBITDA von mehr als 100 Millionen Euro zu erwarten.

Im zweiten Quartal soll die Liquidität verbessert und das Transformationsprogramm fortgesetzt werden, heisst es weiter. Durch die jüngste Kapitalerhöhung wurde die Nettoverschuldung um rund 18 Prozent reduziert, wie das Unternehmen betont.

(sda)


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