Swisscom verlangte laut Comcom zu viel für die Netz-Mitbenützung


Roman Spirig
Wirtschaft / 12.02.19 10:28

Die Swisscom hat in den Jahren 2013 bis 2016 für die Mitbenützung ihres Netzes von Mitbewerbern in vielen Fällen zu hohe Preise verlangt.

Swisscom verlangte laut Comcom zu viel für die Netz-Mitbenützung  (Foto: KEYSTONE / GAETAN BALLY)
Swisscom verlangte laut Comcom zu viel für die Netz-Mitbenützung (Foto: KEYSTONE / GAETAN BALLY)

Zu diesem Schluss kommt die Eidgenössische Kommunikationskommission (Comcom), die auf Ersuchen der Konkurrenten Sunrise und Salt die Preise für regulierte Telekomdienste der Swisscom überprüft hat.

Dabei habe sich die Comcom bei der Berechnung dieser Preise nicht auf die realen Kosten, sondern auf die hypothetischen Kosten gestützt, schreibt die Kommission am Dienstag. Das sind Kosten, mit denen eine effiziente Anbieterin rechnen müsse, wenn sie heute ein neues Netz mit der neuesten verfügbaren Technologie erstellen würde. Erstmals habe man sich auf ein Kostenmodell abgestützt, das nicht mehr auf Kupfer-, sondern auf Glasfaserleitungen beruhe.

Die Swisscom selbst prüft nun, ob sie sich gegen den Comcom-Entscheid zur Wehr setzen und die strittigen Grundsatzfragen ans Bundesverwaltungsgericht weiterziehen soll, wie es in einer Mitteilung des Telekomkonzerns heisst.

Man habe derweil wegen der Risiken in den Verfahren bereits Rückstellungen für die Jahre 2013 bis 2016 gebildet. Es werde von finanziellen Auswirkungen in Höhe eines tiefen zweistelligen Millionenbetrags pro Jahr ausgegangen, präzisierte ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. Der finanzielle Ausblick der Gruppe für das laufende Jahr bleibe indes unverändert.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Gemeindefahrzeug bleibt mit Greifarm an Brücke in Schenkon hängen
Regional

Gemeindefahrzeug bleibt mit Greifarm an Brücke in Schenkon hängen

Weil der Greifarm eines Gemeindefahrzeugs nicht genügend eingezogen war, ist dieser am Donnerstag an einer Autobahnbrücke in Schenkon hängengeblieben. Darauf kippte das ganze Gefährt, verletzt wurde niemand. Die Brücke bekam bloss einige Kratzer ab.

Petra Vlhova holt sich ihren ersten WM-Titel - Schweizerinnen gehen leer aus
Sport

Petra Vlhova holt sich ihren ersten WM-Titel - Schweizerinnen gehen leer aus

Petra Vlhova sicherte sich in Are WM-Gold im Riesenslalom. Die Slowakin gewann vor der Deutschen Viktoria Rebensburg und der Amerikanerin Mikaela Shiffrin.

May verliert erneut Brexit-Abstimmung im britischen Parlament
International

May verliert erneut Brexit-Abstimmung im britischen Parlament

Rund sechs Wochen vor dem EU-Austritt hat das britische Parlament die Beschlussvorlage der Regierung abgelehnt, welche die Entscheidungen einer Abstimmungsrunde von Ende Januar als Ganzes bestätigen sollte. Dazu gehörte auch die Ablehnung eines Brexits ohne Abkommen.

Schindler steigert Umsatz und hält die Profitabilität
Wirtschaft

Schindler steigert Umsatz und hält die Profitabilität

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler ist im vergangenen Geschäftsjahr erneut gewachsen. Die Profitabilität wurde trotz Preisdrucks, steigender Kosten und Investitionen verteidigt. Im laufenden Jahr wird in einigen Märkten Gegenwind und eine leichte Abschwächung erwartet. Trotzdem soll das Wachstum über dem Gesamtmarkt liegen.