TCS registriert fast vier Mal mehr Hilfsgesuche wegen Corona-Krise


News Redaktion
Schweiz / 31.03.20 11:50

Beim Touring Club Schweiz (TCS) laufen derzeit die Telefone heiss. Seit Januar sind bei der ETI-Zentrale rund 20'000 Anrufe im Zusammenhang mit dem Coronavirus eingegangen. Das entspricht einer Zunahme um über 350 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Ausbruch des Coronavirus hat beim TCS zu dieser Ausnahmesituation geführt und die Hilfegesuche auf ein Rekordniveau hochschnellen lassen. Der TCS koordiniert unter anderem Rückführungen in die Schweiz. (Symbolbild) (FOTO: Rega, TCS)
Der Ausbruch des Coronavirus hat beim TCS zu dieser Ausnahmesituation geführt und die Hilfegesuche auf ein Rekordniveau hochschnellen lassen. Der TCS koordiniert unter anderem Rückführungen in die Schweiz. (Symbolbild) (FOTO: Rega, TCS)

Der Ausbruch des Coronavirus hat beim TCS zu dieser Ausnahmesituation geführt und die Hilfegesuche auf ein Rekordniveau hochschnellen lassen, wie der TCS in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt.

In den meisten Fällen habe Soforthilfe durch fachkundige Beratung und Informationen geboten werden können. Am häufigsten unterstützten die TCS-Spezialisten und -Ärzte zur Zeit bei Fragen wegen zur Neige gehenden Medikamentenvorräten beziehungsweise über Alternativen wegen der verlängerten Aufenthalte im Ausland und unsicheren Daten für die Rückkehr in die Schweiz.

Bei 43 Personen seien eine Hospitalisierung oder vertiefte medizinische Abklärungen im Ausland notwendig gewesen. Für viele Mitglieder und ihre Angehörigen organisierte der TCS nach eigenen Angaben in Zusammenarbeit mit dem EDA die Rückreise in die Schweiz.

Aufgrund einer schweren Covid-19-Erkrankung sei auch eine Repatriierung eines TCS-Mitglieds aus Ägypten notwendig gewesen. Diese sei von der Rega im Auftrag des TCS durchgeführt worden. Rund 5400 Fälle verfolgten die Spezialisten der ETI-Plattform derzeit weiter, schreibt der TCS.

Der TCS hat auf die vielen Anfragen mit einer Aufstockung des Personals in der ETI-Zentrale reagiert. Bis zu 13 zusätzliche Personen wurden für die Fallbearbeitung aufgeboten. Der Schichtbetrieb an Wochenenden wurde bis auf weiteres hochgefahren.

Trotzdem könne es bei der Fallbearbeitung zu längeren Wartezeiten kommen. Meldungen sollten daher am besten schriftlich eingereicht und App und Homepage regelmässig konsultiert werden, um die neuesten Informationen zu erhalten, rät der TCS.

Die ETI-Reiseschutzversicherung deckt unter anderem Personen-Rückführungen im Krankheitsfall in die Schweiz, Pannenhilfe im Ausland und die Übernahme von Heilungskosten im Ausland. Aktuell zählt der TCS rund 700000 ETI-Kundinnen und Kunden.

(sda)


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