Technopark Graubünden geht in Landquart an den Start


News Redaktion
Schweiz / 02.07.20 13:02

Bündner Jungunternehmer und -unternehmerinnen haben eine Anlaufstelle, wo sie Produkte und Dienstleistungen entwickeln und sich vernetzen können. Der Kanton gründete mit Partnern den Technopark Graubünden mit Standort in Landquart.

Das Gebäude, in dem der Technopark in Landquart GR untergebracht ist. Auf zwei Stockwerken stehen 40 Arbeitsplätze zur Verfügung. (FOTO: KTGR)
Das Gebäude, in dem der Technopark in Landquart GR untergebracht ist. Auf zwei Stockwerken stehen 40 Arbeitsplätze zur Verfügung. (FOTO: KTGR)

Gleich beim Bahnhof in Landquart steht das Gebäude, wo der Technopark Graubünden auf zwei Stockwerken 40 Arbeitsplätze anbietet. Hinzu kommen Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Besprechungen. Aus der Taufe gehoben wurde er in Kooperation mit der Technopark (Liechtenstein) AG. Der Technopark Graubünden ist zudem eingebunden in die schweizweite Vereinigung.

Vorgestellt wurde das Projekt am Donnerstag in Chur. Der Bündner Volkswirtschaftsdirektor Marcus Caduff (CVP) präsentierte nach dem neuen Zentrum für Klimaforschung vor gut zwei Wochen das zweite Vorhaben, welches den Innovationsstandort Graubünden stärken soll.

Ein Nachholbedarf in der Unterstützung von Start-ups ist im Gebirgskanton ausgewiesen. Er trage lediglich ein Prozent zur Szene in der Schweiz bei, wie Rudolf Minsch sagte, der Präsident des Vereins Technopark Graubünden und stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsleitung des Verbandes Economiesuisse. Graubünden fehle ein Heimathafen für Jungunternehmen.

Die Zielgruppe des Parks sind neben Jungunternehmen vor allem junge Leute, die nach dem Studium nach Graubünden zurückkehren sowie generell Technologie orientierte Unternehmen, welche den Austausch suchen.

Es geht in Landquart im Kern darum, nicht nur Geschäftsideen, sondern konkrete Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die sich auf den internationalen Märkten durchsetzen. Ein besonderes Augenmerk gelegt wird laut Angaben des Kantons auf Life Sciences, Medtech, Photonics, Automation, Robotics und ICT.

Der Kanton stellt die Startfinanzierung sicher für die ersten fünf Jahre mit Option auf weitere fünf Jahre. Er rechnet mit jährlichen Betriebskosten von 260000 Franken. Das Gesamtbudget beläuft sich auf 400000 Franken. An dessen Finanzierung beteiligen sich auch Dritte, die Bündner Stiftung Innozet zum Beispiel.

Noch unbesetzt ist die Stelle der Geschäftsführerin oder des Geschäftsführers. Die Suche zur Besetzung dieses Postens läuft.

(sda)


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