Telefonieren und Surfen in den Ferien kann noch immer teuer sein


Roman Spirig
International / 04.06.19 09:58

Wer im europäischen Ausland Ferien macht und dabei regelmässig im Internet surft und telefoniert, muss bei einigen Anbietern nach wie vor mit happigen Kosten rechnen. Dies geht aus einer Analyse des Online-Vergleichsdiensts Moneyland hervor.

Telefonieren und Surfen in den Ferien kann noch immer teuer sein (Foto: KEYSTONE / AP dapd / JOERG KOCH)
Telefonieren und Surfen in den Ferien kann noch immer teuer sein (Foto: KEYSTONE / AP dapd / JOERG KOCH)

"Die Roaming-Standardtarif der Schweizer Telekom-Anbieter sind oft immer noch unverschämt teuer", meint Moneyland-Experte Ralf Beyeler. Wer sich nicht rechtzeitig informiere und Optionen für Internet oder Telefongespräche kaufe, müsse nach wie vor mit bösen Überraschungen rechnen.

Konkret wurden gut 20 Angebote (ohne Inklusiv-Roaming) für ein bestimmtes Nutzerprofil (1000 MB Daten und 120 Minuten Telefonie innert 14 Tagen) verglichen. Dafür muss der Kunde mit Kosten von 40 bis 22'605,50 Franken rechnen. Letzteres sei allerdings ein theoretischer Wert, weil die Mobilfunkanbieter die Verbindung in der Regel bei Kosten von wenigen hundert Franken sperren würden, räumt Moneyland ein.

Ohnehin stellt der Vergleichsdienst fest, dass verschiedene Anbieter kundenfreundlicher geworden sind. So müssten nun teilweise aktiv Datenpakete gekauft werden, wenn jemand surfen wolle - und es werde somit nicht mehr der teure Standardtarif verrechnet. Und diese Pakete seien für Europa nun bezahlbar geworden.

Zur Vorsicht mahnt Moneyland bei "Sorglos-Paketen" mit angeblich unlimitiertem Inklusive-Roaming. Auch hier lohne sich der Blick ins Kleingedruckte. Unlimitiert bedeute nämlich zum Teil nicht wirklich unlimitiert; nach einer bestimmten Datenmenge sei Schluss. Zudem deckten diese "Sorglos-Pakete" verschiedene Länder auf dem Balkan in der Regeln nicht ab.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Jörg Stiel neuer Goalie-Trainer bei Xamax
Sport

Jörg Stiel neuer Goalie-Trainer bei Xamax

Der frühere Schweizer Nationaltorhüter Jörg Stiel ist neuer Goalie-Trainer beim Super-League-Klub Neuchâtel Xamax.

FDP Schweiz debattiert in Zürich über Umwelt- und Klimapolitik
Regional

FDP Schweiz debattiert in Zürich über Umwelt- und Klimapolitik

An der Delegiertenversammlung der FDP Schweiz am Samstag in Zürich-Altstetten werden hitzige Diskussionen erwartet: Verabschiedet wird das Positionspapier zu Klima- und Umweltpolitik.

Angebliche Sex-Videos: Die Zentralschweizer Polizeien warnen vor Erpresser-Mails
Regional

Angebliche Sex-Videos: Die Zentralschweizer Polizeien warnen vor Erpresser-Mails

In der Zentralschweiz sind Erpresser-E-Mails im Umlauf, in denen vom Adressaten Geld verlangt wird, damit angebliche Sex-Videos von ihnen nicht verschickt würden. Die Betroffenen hätten keine Zahlungen getätigt, teilt das Zentralschweizer Polizeikonkordat mit.

Wachsende Nachfrage nach Schweizer Uhren im Mai
Wirtschaft

Wachsende Nachfrage nach Schweizer Uhren im Mai

Das Geschäft mit Schweizer Uhren läuft rund. Im Mai sind den Handelsstreitigkeiten zum Trotz vor allem nach China deutlich mehr Zeitmesser exportiert worden als noch vor einem Jahr. Weniger gut präsentiert sich die Lage in der Exportindustrie.