Tessiner Regierung fördert die Ausbildung von Gesundheitspersonal


News Redaktion
Schweiz / 10.06.21 16:57

Die Tessiner Regierung will Auszubildende im Gesundheitsbereich mit einem finanziellen Beitrag unterstützen. Ausserdem sollen der Zugang zu Praktika vereinfacht und Gesundheitsfachleute länger im Beruf gehalten werden, wie die Regierung in einer Mitteilung schreibt.

Die Tessiner Regierung stärkt ab 2024 die Ausbildung von heimischem Gesundheitspersonal. (FOTO: KEYSTONE/Ti-Press/PABLO GIANINAZZI)
Die Tessiner Regierung stärkt ab 2024 die Ausbildung von heimischem Gesundheitspersonal. (FOTO: KEYSTONE/Ti-Press/PABLO GIANINAZZI)

Die Coronavirus-Pandemie habe gezeigt, dass die Ausbildung von Fachkräften im Gesundheitsbereich dringend gestärkt werden müsse, sagte Raffaele De Rosa, Vorsteher des Tessiner Departementes für Gesundheit und Soziales auf Anfrage von Keystone-SDA. Wir müssen unsere Abhängigkeit vom Ausland verringern.

Insgesamt investiert die Tessiner Regierung ab 2024 jährlich knapp fünf bis sechseinhalb Millionen Franken in die Ausbildung von Gesundheitspersonal, wie sie in einer Mitteilung schreibt.

Konkret wendet die Tessiner Regierung ab 2024 jährlich eine Million Franken in Unterstützungsbeiträge von Auszubildenden auf, wie De Rosa erklärt. Damit solle der Lebensunterhalt von Personen in Ausbildung gesichert werden.

Ausserdem sollen Spitäler und Arztpraxen für das Anbieten von Praktikumsplätzen eine finanzielle Anerkennung erhalten. Konkret soll die Anzahl Praktikumsplätze von 20000 auf 32000 erhöht werden, wie De Rosa präzisiert. Auch der administrative Aufwand soll verringert werden, und zwar durch die Schaffung einer neuen Plattform.

Zudem wolle die Regierung mittels verschiedener Projekte das Aussteigen von Gesundheitsfachleuten aus ihrem Beruf verhindern sowie Rückkehrer zu einer Wiederaufnahme ihrer Arbeit animieren, wie es im Communiqué der Regierung heisst.

Alle Massnahmen sind Teil des Aktionsplans Pro San 2021-2024. Dieser werde zwischen 4,9 und 6,6 Millionen Franken jährlich kosten. Einen Teil davon werde möglicherweise der Bund tragen, heisst es abschliessend.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Grüne portieren Dominik Waser als dritten Stadtratskandidaten
Schweiz

Grüne portieren Dominik Waser als dritten Stadtratskandidaten

Der Vorstand der Grünen Stadt Zürich will Dominik Waser ins Rennen um einen Sitz im Stadtrat schicken. Der 23-Jährige Klima-Aktivist und Mit-Initiant der Pestizidinitiative soll für die Grünen einen dritten Sitz in der Stadtexekutive erobern.

Automarkt in der EU erholt sich weiter von Corona-Einbruch
Wirtschaft

Automarkt in der EU erholt sich weiter von Corona-Einbruch

Ein Jahr nach dem Corona-Einbruch erholt sich der Automarkt in der EU weiter deutlich.

Unter- und Oberägeri planen neuen Seeuferweg
Regional

Unter- und Oberägeri planen neuen Seeuferweg

Die Gemeinden Unter- und Oberägeri wollen am Ägerisee entlang einen neuen Weg bauen. Die Verbindung wird teilweise mit einem Steg auf dem See erstellt. Dazu startet nun das Vorprojekt, Ende 2022 sollen die beiden Gemeinden über einen Kredit abstimmen.

Solothurner Bildhauer Schang Hutter ist gestorben
Schweiz

Solothurner Bildhauer Schang Hutter ist gestorben

Der Solothurner Bildhauer Schang Hutter ist am Montag 86-jährig gestorben. Der Künstler wollte mit seinen Figuren zeigen, was die Menschen wegen den Menschen aushalten müssen.