"Tomatenvirus" in Kanton Thurgau eingeschleppt


News Redaktion
Schweiz / 04.08.21 12:35

Das "Tomatenvirus" hat Pflanzen im Kanton Thurgau befallen. Das Jordanvirus, wie der Erreger richtig heisst, befällt Tomaten- und Peperonipflanzen. Es kann zu Ertragsausfällen von 100 Prozent führen.

Das Jordanvirus hat die Tomatenpflanzen auf einem Landwirtschaftsbetrieb im Kanton Thurgau befallen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/DPA dpa-Zentralbild/Z5556/_WALTRAUD GRUBITZSCH)
Das Jordanvirus hat die Tomatenpflanzen auf einem Landwirtschaftsbetrieb im Kanton Thurgau befallen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/DPA dpa-Zentralbild/Z5556/_WALTRAUD GRUBITZSCH)

Die Infektion wurde nach einer Verdachtsmeldung bei Tomatenpflanzen auf einem Landwirtschaftsbetrieb festgestellt, wie der kantonale Pflanzenschutzdienst am Mittwoch mitteilte. Der Pflanzenschutzdienst hat gemeinsam mit dem Landwirtschaftsamt und dem Bundesamt für Landwirtschaft Gegenmassnahmen ergriffen.

Zurzeit kann das Jordanvirus nur durch Tilgungsmassnahmen bekämpft werden. Damit soll verhindert werden, dass sich das Virus weiter ausbreiten kann.

Beim Jordanvirus handle es sich um eine reine Pflanzenkrankheit, wie es viele andere gebe, hiess es in der Mitteilung. Eine Übertragung auf den Menschen sei ausgeschlossen.

Das Virus infiziert in erster Linie Tomaten und Peperoni, da es angezüchtete Resistenzen durchbrochen hat. Seit 2014 ist das Tomatenvirus in Israel präsent - daher der Name nach dem Fluss Jordan. Dort hat es sich innerhalb kurzer Zeit in fast allen Tomatenanbaugebieten ausgebreitet. Weltweit kam es im Jahr 2020 zu 45 Ausbrüchen.

In der Schweiz ist die Pflanzenkrankheit als potentieller Quarantäneorganismus eingestuft, der von aussen ins Land eingeschleppt werden kann. Das Virus wird von den kantonalen Pflanzenschutzdiensten überwacht und muss bekämpft werden. Betriebe, die Tomaten und Peperoni anpflanzen, sind verpflichtet, Verdachtsfälle zu melden.

(sda)


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