Tor verschlossen vor Cup-Hit! FCL-Fans haben Schnauze voll von Anspiel-"Unzeit"


Roman Spirig
Sport / 06.03.19 18:36

Anhänger des FC Luzern haben ihren Frust über die Anspiel-"Unzeit" vom Cup-Hit gegen YB heute zum Spielbeginn zum Ausdruck gebracht. Sie legten einem Tor kurzerhand Ketten an, so dass zuerst nicht angespielt werden konnte.

Tor verschlossen vor Cup-Hit! FCL-Fans haben Schnauze voll von Anspiel-Unzeit   (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Tor verschlossen vor Cup-Hit! FCL-Fans haben Schnauze voll von Anspiel-Unzeit (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
(Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
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Die FCL-Anhänger schäumen. Um 18.00 Uhr ein Cup-Spiel am Mittwoch anzupfeifen ist für viele Fans ein Graus. Auch andere Spiele, welche unter der Woche relativ früh am Abend begannen, sorgten für Unmut. Weshalb? Viele FCL-Fans arbeiten bis 17.00 Uhr und länger an Werktagen. Nach der Arbeit kurz heim, essen und zum Spiel. Wie sollen sie da rechtzeitig ins Stadion kommen, fragen sie sich. Mehr Stress als Vorfreude.

Da man bisher wenig Entgegenkommen bei dieser Problematik seitens der Super League oder jetzt auch im Cup spürte, gipfelte die Diskussion nun vorerst in einem verschlossenen Tor. Pünktlich zum ungeliebten Anpfiff um 18.00 Uhr war dann das Tor "verschlossen". Die FCL Anhänger stürmten den Platz und legten dem Tor Ketten an, so dass der Schiedsrichter die Partei nicht freigeben konnte. Auf einem Transparent in der Fankurve wurde geschrieben, dass wenn man den Schlüssel zum angelegten Schloss an den Ketten wolle, man ihn holen kommen solle. Der Schiedsrichter stieg darauf nicht ein sondern rief Personal herbei. Dieses kam dann auch mit Werkzeug und brach die Kette auf. 

Kleiner Erfolg der Protestaktion: Die Partie startete nicht um 18.00 Uhr sondern mit knapp 5 Minuten Verspätung. Was dies für den FC Luzern als Klub für Konsequenzen haben wird, ist offen. Ebenso unklar ist, ob sich nun einige Funktionäre intensivere Gedanken machen, an Werktagen doch nicht so früh anpfeifen zu lassen. Und schliesslich dürfte man sich auch fragen: Wie lasch sind eigentlich die Kontrollen am Einlass in der Swissporarena, dass Fans massive Ketten und Schlösser reinschmuggeln können? Oder waren gar Komplizen aus dem Sicherheitsbereich am Start, damit die Aktion durchgeführt werden konnte? Ebenso zu denken geben dürfte, dass vermummte Fans (die meisten trugen Masken und Kapuzen) mit Ketten ziemlich ungestört von der Tribüne auf den Platz marschieren können.

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