Tote und Verletzte bei Protesten in Malis Hauptstadt


News Redaktion
International / 11.07.20 23:31

Bei gewalttätigen Protesten in Malis Hauptstadt Bamako sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Weitere 74 Demonstranten seien verletzt worden, gab Premierminister Boubou Cissé am Samstagabend bei einem Krankenhausbesuch bekannt.

Seit Freitag kommt es in der Hauptstadt Malis, Bamako, immer wieder zu Ausschreitungen bei Protesten gegen die Regierung. (FOTO: KEYSTONE/AP/Baba Ahmed)
Seit Freitag kommt es in der Hauptstadt Malis, Bamako, immer wieder zu Ausschreitungen bei Protesten gegen die Regierung. (FOTO: KEYSTONE/AP/Baba Ahmed)

Anhänger der Opposition hatten mit Strassenbarrikaden auf Berichte über Festnahmen mehrerer Oppositionsführer reagiert. Nach offiziell unbestätigten Berichten soll sich darunter auch Imam Mahmoud Dicko befinden, der eine einflussreiche politisch-religiöse Gruppierung anführt. Mehrere Demonstranten hatten bereits am Freitagabend vorübergehend das Gebäude des staatlichen Rundfunksenders ORTM besetzt und teilweise beschädigt.

Eine für den Samstagabend in Aussicht gestellte Ansprache von Präsident Ibrahim Boubacar Keïta war auf unbestimmte Zeit verschoben worden. In Mali - sowie anderen Ländern der Sahelzone - sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv, einige haben den Terrorgruppen Islamischer Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen. In dem Land sind auch deutsche Soldaten als Teil der Uno-Stabilisierungsmission Minusma sowie der EU-Ausbildungsmission EUTM Mali im Einsatz, wegen der Coronavirus-Pandemie ruht EUTM Mali aber praktisch.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Macron kehrt zum Wangenkuss zurück - mit Maske
International

Macron kehrt zum Wangenkuss zurück - mit Maske

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat bei einer Feier zwei Weltkriegsveteranen auf die Wangen geküsst. Anlass war die öffentliche Auszeichnung mit der Ehrenlegion. Der 43-Jährige trug dabei einen Mund-Nasen-Schutz, wie auf einem Video des Élyséepalastes am Freitag zu sehen war.

Steinmeier verneigt sich vor Opfern des Überfalls auf UdSSR
International

Steinmeier verneigt sich vor Opfern des Überfalls auf UdSSR

Rund 80 Jahre nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier der Millionen Opfer gedacht.

Konstantin Wecker sieht in Mozart das Göttliche
International

Konstantin Wecker sieht in Mozart das Göttliche

Der Liedermacher, Sänger und Schauspieler Konstantin Wecker (74) streamt Musik, um sich auf dem Laufenden zu halten. Doch wenn es um Wolfgang Amadeus Mozart geht, dann muss es schon ein physischer Tonträger sein. "Ich bin einfach ein unglaublicher Mozart-Liebhaber", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in München.

Wales für einen Punkt, Italien für die Dynamik
Sport

Wales für einen Punkt, Italien für die Dynamik

Wales benötigt einen Punkt, um auf jeden Fall in die Achtelfinals zu kommen. Mit einem Sieg gegen das bereits qualifizierte Italien würde es sogar noch den 1. Platz in der Schweizer Gruppe holen.