Tour de France 2022 macht Halt in Lausanne und Aigle


News Redaktion
Sport / 14.10.21 12:39

Die Tour de France gibt sich im nächsten Jahr wieder in der Schweiz die Ehre. Die Rundfahrt ist in Lausanne und in Aigle zu Gast.

Der Tour-de-France-Tross passiert am Schlusstag traditionell den Arc de Triomphe am Zielort in Paris (FOTO: KEYSTONE/EPA/GUILLAUME HORCAJUELO)
Der Tour-de-France-Tross passiert am Schlusstag traditionell den Arc de Triomphe am Zielort in Paris (FOTO: KEYSTONE/EPA/GUILLAUME HORCAJUELO)

Die grosse Überraschung war es nicht mehr. Lausanne und Aigle waren schon im Sommer als mögliche Standorte im Rahmen der 109. Tour de France genannt worden. Die Präsentation des Etappenplans am Donnerstag in Paris brachte nun die Bestätigung.

In Lausanne endet am Samstag, 9. Juli, nach 184 Kilometern die 8. Etappe, die in Dole im französischen Jura beginnt. Tags darauf ist Aigle, wo der Internationale Radsportverband seinen Sitz hat, Startort für das 183 Kilometer lange Teilstück, das via Col des Mosses und Col de la Croix nach Châtel in Hochsavoyen führt. Der nächstjährige Abstecher in die Schweiz wird ein Jubiläum sein. Die Grande Boucle wird zum 25. Mail in unserem Land ihre Aufwartung machen.

Lausanne wird zum ersten Mal nach 22 Jahren wieder und zum sechsten Mal insgesamt Etappenort sein. Für Aigle ist es eine Premiere. Der letzte Besuch der Tour de France in der Schweiz wird dannzumal sechs Jahre her sein. Bei der damaligen, sich über drei Tage hinziehenden Veranstaltung hat Bern im Mittelpunkt gestanden.

Die 16. Etappe, auf der von Moirans-en-Montagne im französischen Jura aus 209 Kilometer zurückzulegen waren, entschied vor dem Wankdorf-Stadion der Slowake Peter Sagen im Sprint für sich. Nach einem Ruhetag erfolgte in der Bundeshauptstadt der Start zur 17. Etappe, die nach 184,5 Kilometern in Finhaut-Emosson im Wallis endete. Auf der Staumauer des Lac dEmosson traf der Russe Ilnur Sakarin als Solosieger mit einer Minute Vorsprung ein.

Der Start zur nächstjährigen Rundfahrt erfolgt am Freitag, 1. Juli, mit einem 13 Kilometer langen Einzelzeitfahren in Kopenhagen, dem ersten von zwei Rennen gegen die Uhr in der kommenden Tour. Der Grand Départ war schon in diesem Sommer in Dänemarks Hauptstadt vorgesehen gewesen, wurde wegen der Corona-Pandemie aber nach Brest in die Bretagne verlegt. Zu Ende geht die Frankreich-Rundfahrt gut drei Wochen später traditionellerweise auf den Champs-Elysées.

Beim Eintreffen auf dem Prachtsboulevard in Paris werden die Fahrer 3328 Kilometer absolviert haben. Das Programm umfasst fünf Bergankünfte, darunter jene in der ersten Woche in La Planche des Belles Filles, wo der Slowene Tadej Pogacar im vergangenen Jahr das Einzelzeitfahren gewann, seinen Landsmann Primoz Roglic am zweitletzten Tag als Leader entthronte und danach seinen ersten von zwei aufeinanderfolgenden Gesamtsiegen feierte.

Noch prägender ist der Schlussaufstieg am Donnerstag, 14. Juli. An Frankreichs Nationalfeiertag geht es die 21 Kehren hinauf zur Alpe dHuez. Eine besondere Herausforderung wartet in der 5. Etappe auf die Fahrer. Die Strecke von Lille nach Arenberg beinhaltet mehrere Passagen über die vom Klassiker Paris - Roubaix bekannten und berüchtigten Kopfsteinpflaster.

(sda)


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