Trump begnadigt die Truthähne "Bread" und "Butter" zu Thanksgiving


Roman Spirig
International / 26.11.19 22:09

US-Präsident Donald Trump hat zwei Truthähne im Weissen Haus begnadigt und den beiden Vögeln damit das Schicksal vieler Artgenossen an Thanksgiving erspart.

Trump begnadigt die Truthähne Bread und Butter zu Thanksgiving (Foto: KEYSTONE / AP / Evan Vucci)
Trump begnadigt die Truthähne Bread und Butter zu Thanksgiving (Foto: KEYSTONE / AP / Evan Vucci)

Trump folgte mit der Begnadigung am Dienstag im Rosengarten des Weissen Hauses einer Tradition, bei der dem "Nationalen Thanksgiving-Truthahn" vom Präsidenten das Leben geschenkt wird.

Wie bereits im vergangenen Jahr erstreckte Trump seine Gnade gleich auf zwei der Tiere, die dieses Mal "Bread" (Brot) und "Butter" (Butter) hiessen. Vor der feierlichen Veranstaltung waren "Bread" und "Butter" wie üblich in einem Luxushotel in der Nähe des Weissen Hauses untergebracht.

Der gut gelaunte Präsident nahm bei der Zeremonie am Dienstag das Amtsenthebungsverfahren aufs Korn, das die US-Demokraten gegen ihn anstreben. Dankenswerterweise seien "Bread" und "Butter" so aufgezogen worden, dass sie unter allen Bedingungen ruhig blieben, sagte er unter Gelächter des Publikums.

Das sei wichtig, weil sie von den Demokraten schon als Zeugen in den Impeachment-Ermittlungen vorgeladen worden seien. "Aber Bread und Butter, ich sollte festhalten, dass wir uns tatsächlich getroffen haben." Trump kritisiert immer wieder, dass er viele der Zeugen gar nicht kenne.

An Thanksgiving wird in amerikanischen Familien traditionell Truthahn serviert. Im vergangenen Jahr hatte Trump die Vögel "Peas" (Erbsen) und "Carrots" (Karotten) begnadigt. Sie dürfen ihre Tage mit Artgenossen im "Truthahn-Nest" auf dem Campus einer Universität im Bundesstaat Virginia fristen - wo ihnen "Bread" und "Butter" nach ihrer Begnadigung nun Gesellschaft leisten werden.

Der Präsident pflegt mit der Begnadigung - wie viele seiner Vorgänger - eine Tradition mit mehr als 100 Jahre alten Wurzeln. Seit dem 19. Jahrhundert erhält die Präsidentenfamilie vor dem Feiertag einen besonders prächtigen Truthahn.

Präsident Abraham Lincoln (1861 bis 1865) soll nach Angaben des Weissen Hauses auf Bitten seines Sohnes das erste Mal eines der Tiere begnadigt haben. Unter Präsident George Bush senior wurde die Truthahn-Begnadigung im Jahr 1989 festes Ritual. Thanksgiving (Erntedank) wird in den USA an diesem Donnerstag gefeiert.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Sieg für Petra Vlhova - Enttäuschung für Wendy Holdener
Sport

Sieg für Petra Vlhova - Enttäuschung für Wendy Holdener

Die Slowakin Petra Vlhova gewinnt den Weltcup-Parallelslalom in St. Moritz. Die Schweizerinnen, allen voran Wendy Holdener, enttäuschen.

Ramon Zenhäusern auf Podestkurs - Pinturault in Führung
Sport

Ramon Zenhäusern auf Podestkurs - Pinturault in Führung

Ramon Zenhäusern befindet sich im Slalom von Val d'Isère auf Podestkurs. Der Walliser liegt nach dem ersten Lauf auf Platz 3 hinter dem klar Führenden Alexis Pinturault und dem mit Startnummer 40 vorgepreschten Amerikaner Luke Winters.

Johnson will Brexit
International

Johnson will Brexit "fristgerecht" Ende Januar umsetzen

Nach dem deutlichen Wahlsieg seiner Konservativen will der britische Premierminister Boris Johnson den Austritt seines Landes aus der Europäischen Union Ende Januar umsetzen. Er wolle den Brexit "fristgerecht erledigen", sagte Johnson heute.

Niederlagenserie gestoppt: Der FC Luzern schafft eine Art Sensation
Sport

Niederlagenserie gestoppt: Der FC Luzern schafft eine Art Sensation

Wohl nicht viele hätten geglaubt, dass der FC Luzern nach sechs Niederlagen am Stück den Meisteranwärter Basel besiegen könnte. Aber mit letztem Kampf brachten es die Innerschweizer zustande: einen 2:1-Heimsieg, den man als Sensation bezeichnen kann.