Trump glaubt an "sehr guten" Ausgang des Gipfels mit Kim


Roman Spirig
International / 11.06.18 11:09

Vor dem historischen Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat sich US-Präsident Donald Trump optimistisch geäussert. "Ich denke, es wird sehr gut laufen", sagte Trump am Montag bei einem Arbeitsessen mit Singapurs Regierungschef Lee Hsien Loong.

Trump glaubt an sehr guten Ausgang des Gipfels mit Kim  (Foto: KEYSTONE / AP / Evan Vucci)
Trump glaubt an sehr guten Ausgang des Gipfels mit Kim (Foto: KEYSTONE / AP / Evan Vucci)

Der Gipfel mit Kim findet in dem asiatischen Stadtstaat statt. Zuvor hatte Trump bereits aus seiner Präsidentenmaschine über den Kurzbotschaftendienst Twitter sein "Aufregung" kund getan.

Das Treffen am Dienstag ist beispiellos: Nie zuvor hat es ein Gipfeltreffen zwischen einem amtierenden US-Präsidenten und einem nordkoreanischen Machthaber gegeben. Jahrzehntelang galt eine derartige Begegnung als undenkbar, doch Trump hatte sich im März überraschend zu einem Gipfel bereit erklärt.

Zunächst sollen sich die beiden Staatschefs am Dienstag in einem Eins-zu-Eins-Treffen begegnen, bevor ihre Berater hinzukommen, wie US-Vertreter sagten. Einem ranghohen Mitarbeiter des Weissen Hauses zufolge gibt es kein Zeitlimit: "Es können zwei Tage sein. Sie werden so lange miteinander reden wie nötig."

Trumps Vorgänger verfolgten stets die Linie, es könne kein Treffen mit einem Herrscher aus Pjöngjang geben, ohne dass dieser zuvor offiziell von seinem Rüstungs- und Atomprogramm ablässt. Alle amtierenden US-Präsidenten scheuten sich überdies, den Machthaber des international isolierten Landes diplomatisch derart aufzuwerten wie es Trump nun tut.

Völlig unklar ist, welche Ergebnisse das Treffen bringen kann. Die entscheidende Frage ist das nordkoreanische Atomprogramm. Wichtigstes Ziel der USA ist die atomare Abrüstung Nordkoreas, während die Regierung in Pjöngjang bislang darauf beharrt, als Atommacht anerkannt zu werden, und lediglich unscharf von einer Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel spricht.

Washington fordert dagegen die "vollständige, überprüfbare und unumkehrbare Denuklearisierung" Nordkoreas. Pjöngjang arbeitet hingegen seit Jahrzehnten an der Entwicklung von Atomwaffen und Raketen, die US-Territorium erreichen können, und wurde deswegen mit zahlreichen Sanktionen des Uno-Sicherheitsrats, der USA und der EU bestraft.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

International

"Divers" künftig als drittes Geschlecht im Geburtenregister wählbar

Als drittes Geschlecht kann in Deutschland künftig "divers" in das Geburtenregister eingetragen werden. Die vom Bundestag am Donnerstagabend beschlossene Gesetzesänderung billigte der Bundesrat, die Länderkammer. Bisher gibt es die Möglichkeiten, "weiblich", "männlich", und "ohne Angaben" zu wählen.

International

"I Shot the Sheriff" nach Tod von Attentäter Chérif Chekatt

Während einer Sondersendung zum Tod des Strassburg-Attentäters Chérif Chekatt ist es beim französischen Fernsehsender BFMTV zu einer makaberen Panne gekommen: Etwa eine Minute lang ertönte am späten Donnerstagabend Bob Marleys "I Shot the Sheriff" über den Kanal. Chekatt war kurz zuvor von Polizisten in Strassburg erschossen worden.

Weger knapp an den Top Ten vorbei
Sport

Weger knapp an den Top Ten vorbei

Benjamin Weger lieferte beim Sprint in Hochfilzen erneut eine Leistung im Bereich der Top Ten ab. Der 29-jährige Oberwalliser erreichte nach einem Fehler im Liegendanschlag den 11. Rang. Der Schweizer Teamleader bestätigte somit die Leistungen vom vergangenen Wochenende in Pokljuka mit den Klassierungen 12 und 9. Weger liess sich im Feld der über 100 Athleten die zehntbeste Laufzeit stoppen.

Fünf Personen verletzt bei Auffahrunfall in Dierikon LU
Regional

Fünf Personen verletzt bei Auffahrunfall in Dierikon LU

Vier Fahrzeuge sind gestern Donnerstagabend in eine Auffahrtskollision zwischen Buchrain und Dierikon verwickelt gewesen. Dabei verletzten sich fünf Personen, drei von ihnen wurden ins Spital gebracht.