Trump muss nach illegalem Geschäft seiner Stiftung Millionen zahlen


Roman Spirig
International / 07.11.19 21:52

US-Präsident Donald Trump muss wegen illegaler Geschäfte seiner Stiftung zwei Millionen Dollar zahlen. Das ordnete ein Gericht in New York am Donnerstag an.

Trump muss nach illegalem Geschäft seiner Stiftung Millionen zahlen (Foto: KEYSTONE / AP / Patrick Semansky)
Trump muss nach illegalem Geschäft seiner Stiftung Millionen zahlen (Foto: KEYSTONE / AP / Patrick Semansky)

Dies ist Teil einer Vereinbarung zur Beilegung des Rechtsstreit rund um die Trump-Stiftung, der 2018 begonnen hatte.

Die Staatsanwaltschaft in New York hatte Trump und seinen drei ältesten Kindern - Eric, Ivanka und Donald Trump Jr. - in einer Klage im Juni 2018 unerlaubte Eigengeschäfte mit Blick auf die Stiftung vorgeworfen.

Zudem hätten sie Trumps Präsidentschaftswahlkampf auf illegale Weise unterstützt. Die Stiftung war demnach "eine leere Hülle", dessen Vorstand sich seit 1999 nicht mehr traf und bei der seitdem Trump allein die Entschlüsse traf.

Konkret sollen die Trumps mit der Stiftung Spenden in Höhe von 2,8 Millionen Dollar gesammelt haben, um damit den Präsidentschaftswahlkampf zu beeinflussen. Mit den Geldern habe Trump auch offene Rechtsansprüche gegen sein Feriendomizil Mar-A-Lago in Florida und einen Golfclub beglichen, Trump-Hotels beworben und Dinge für den persönlichen Gebrauch gekauft.

Die Staatsanwaltschaft hatte damals ein Verfahren eingeleitet, um die Stiftung unter richterlicher Aufsicht aufzulösen. Die Auflösung wurde schliesslich Ende 2018 besiegelt. Das verbliebene Vermögen der Stiftung sowie die zusätzlichen zwei Millionen Dollar, die Trump nun zahlen muss, sollen nach Angaben der New Yorker Staatsanwaltschaft an mehrere Wohltätigkeitsorganisationen verteilt werden.

(sda)

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Kurz pocht auf Befristung der EU-Wirtschaftshilfen
International

Kurz pocht auf Befristung der EU-Wirtschaftshilfen

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz besteht auf einer zeitlichen Befristung der EU-Coronahilfen. Sein Land werde einem Wiederaufbauplan nur zustimmen, wenn er zeitlich befristet und als einmalige Nothilfe gedacht sei, sagte der konservative Politiker dem Magazin "Der Spiegel".

Trotz Corona-Lockerungen: Circus Monti verschiebt Tournee auf 2021
Schweiz

Trotz Corona-Lockerungen: Circus Monti verschiebt Tournee auf 2021

Trotz der jüngsten Corona-Lockerungen verschiebt der Circus Monti seine Tournee 2020 um ein Jahr. Ein kostendeckender Betrieb sei mit den Vorgaben des Bundesrats nicht möglich, teilte der Zirkus am Donnerstag mit.

Studie - Frankreich attraktivster Investitionsstandort Europas
Wirtschaft

Studie - Frankreich attraktivster Investitionsstandort Europas

Frankreich ist vor Ausbruch der Corona-Pandemie erstmals zum attraktivsten Investitionsstandort in Europa aufgestiegen. Die Zahl der Projekte nahm 2019 um 17 Prozent auf 1197 zu, hiess es in einer am Donnerstag vorgelegten Studie der Wirtschaftsberatung EY.

Vermutlich Tausende Tote mehr als bekannt durch Pandemie in Spanien
International

Vermutlich Tausende Tote mehr als bekannt durch Pandemie in Spanien

In Spanien sind vermutlich Tausende Menschen mehr mit Covid-19 gestorben als die offizielle Statistik bisher ausweist.