Trump - USA sichern sich 100 Millionen Dosen von Moderna-Impfstoff


News Redaktion
Wirtschaft / 12.08.20 00:44

Die USA haben eine Vereinbarung mit dem Biotechkonzern Moderna zum Erwerb von 100 Millionen Dosen eines potenziellen Coronavirus-Impfstoffs geschlossen. Dies teilten US-Präsident Donald Trump am Dienstag in Washington auf einer Pressekonferenz sowie das Pentagon mit.

Die USA haben sich 100 Millionen Dosen eines möglichen Coronavirus-Impfstoffes bei der Pharmafirma Moderna gesichert. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA/CJ GUNTHER)
Die USA haben sich 100 Millionen Dosen eines möglichen Coronavirus-Impfstoffes bei der Pharmafirma Moderna gesichert. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA/CJ GUNTHER)

Bei Modernas Impfstoffkandidat läuft eine entscheidende Wirksamkeitsstudie der Phase III mit rund 30000 Teilnehmern. Getestet wird in 30 US-Bundesstaaten.

Wir sind auf dem besten Weg, schnell 100 Millionen Dosen zu produzieren, sobald der Impfstoff zugelassen ist, und kurz danach bis zu 500 Millionen Dosen, sagte Trump im Weissen Haus. Mehrere aussichtsreiche Stoffe seien in der letzten Erprobungsphase und stünden vor einer Zulassung. Das Militär ist bereit, Amerikanern einen Impfstoff zu liefern, sobald dieser vollständig zugelassen ist, betonte der US-Präsident.

Das Pentagon teilte zudem mit, dass sich die US-Regierung mit dem Unternehmen Moderna auf die Produktion und Lieferung von 100 Millionen Dosen seines sehr aussichtsreichen Impfstoff-Kandidaten parallel zu dessen Erprobung geeinigt habe. Damit könne das Ziel der Auslieferung an Amerikaner zum Ende des Jahres erreicht werden, hiess es. Es stehe ein Budget von 1,5 Milliarden Dollar zur Verfügung.

Normalerweise dauert die Entwicklung eines neuen Impfstoffs mehrere Jahre. Trump hofft jedoch angesichts der derzeit enormen Anstrengungen und Finanzmittel für die Impfstoffforschung auf einen wesentlichen rascheren Durchbruch.

Erst am vergangenen Freitag hatte das Bundesamt für Gesundheit BAG einen Vertrag mit der US-Biotechfirma Moderna bekannt gemacht. Damit will sich der Bund 4,5 Millionen Dosen eines künftigen Impfstoffs gegen das Coronavirus sichern. Die Firma Lonza soll den Wirkstoff dafür herstellen. Da zwei Dosen pro Person verabreicht werden müssten, könnten in der Schweiz somit rund 2,25 Millionen Menschen mit der Coronavirus-Impfung versorgt werden, hiess es damals. Der Bund ist mit weiteren Impfstoff-Unternehmen im Gespräch. Insgesamt sind 300 Millionen Franken für die Schweizer Beschaffung von Impfstoffen und Medikamenten vorgesehen.

Der genbasierte Impfstoff Modernas ist in den USA aktuell in der heissen Phase seiner Erprobung: Ende Juli startete die wichtige klinische Phase-III-Studie, in der überprüft wird, ob der Impfstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt. In einem ähnlich fortgeschrittenen Stadium werden der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge derzeit nur eine Handvoll weiterer Wirkstoffe erforscht.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

St. Galler Stadtparlament mit leichten Sitzverschiebungen
Schweiz

St. Galler Stadtparlament mit leichten Sitzverschiebungen

Im St. Galler Stadtparlament kommt es nur zu leichten Sitzverschiebungen zwischen dem linksgrünen und dem bürgerlichen Block. Erfolgreich waren Grünliberale und Grüne. Leichte Verluste gab es für CVP, FDP, SP und SVP. Gemischt fällt die Bilanz der Jungparteien aus.

Die Schweizer Medaillenhoffnungen ruhen auf Marc Hirschi
Sport

Die Schweizer Medaillenhoffnungen ruhen auf Marc Hirschi

Wenn am Sonntag in Imola der Weltmeister im Strassenrennen ermittelt wird, zählt mit Marc Hirschi für einmal auch wieder ein Schweizer zu den Favoriten. Der junge Berner will den nächsten Coup landen.

Umfrage: Frauen hätten Kampfjets an der Urne abstürzen lassen
Schweiz

Umfrage: Frauen hätten Kampfjets an der Urne abstürzen lassen

Wäre es nach den Frauen gegangen, wären die Kampfjets an der Urne abgelehnt worden. 55 Prozent der Frauen, die am Wochenende abstimmten, legten ein Nein ein und 45 Prozent ein Ja. Gerade umgekehrt war das Verhältnis zwischen Ja und Nein-Stimmen bei den Männern.

Zürcher Kantonsrat schickt alle
Regional

Zürcher Kantonsrat schickt alle "Hündeler" in den Kurs

Künftig müssen alle Hundehalterinnen und Hundehalter einen Kurs besuchen - nicht mehr nur die Besitzer von "grossen und massigen" Vierbeinern. Der Kantonsrat hat am Montag die neue Ausbildungspflicht in erster Lesung gutgeheissen.