Trump warnt Iran in Streit um Urananreicherung


Roman Spirig
International / 08.07.19 11:48

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran im Streit um die Urananreicherung gedroht. "Der Iran sollte besser vorsichtig sein", sagte Trump am Sonntag. Es gebe einen Grund, warum Teheran Uran anreichere, und dieser sei "nicht gut".

Trump warnt Iran in Streit um Urananreicherung (Foto: KEYSTONE / AP / Manuel Balce Ceneta)
Trump warnt Iran in Streit um Urananreicherung (Foto: KEYSTONE / AP / Manuel Balce Ceneta)

Der Iran mache viele "schlimme Dinge", fügte er am Sonntag vor Journalisten im Bundesstaat New Jersey hinzu und bekräftigte, dass das Land niemals Atomwaffen besitzen werde.

Zuvor hatte US-Aussenminister Mike Pompeo Teheran mit "weiterer Isolation" und neuen Sanktionen gedroht. Sollte der Iran in den Besitz von Atomwaffen gelangen, wäre das eine "noch grössere Gefahr für die Welt", schrieb Pompeo im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Die Führung in Teheran hatte verkündet, die Urananreicherung je nach Bedarf schrittweise auf 5 bis 20 Prozent zu erhöhen. Auf 90 Prozent hoch angereichertes Uran kann für Nuklearwaffen benutzt werden.

Das zwischen den Uno-Vetomächten USA, Russland, China, Frankreich, Grossbritannien sowie Deutschland und dem Iran 2015 vereinbarte Atomabkommen sollte Teheran am Bau einer Atombombe hindern. Das iranische Atomprogramm wurde massiv eingeschränkt und überwacht, im Gegenzug wurden Wirtschaftssanktionen gegen das Land aufgehoben.

Die USA stiegen 2018 einseitig aus der Vereinbarung aus. US-Präsident Donald Trump verhängte zudem Sanktionen gegen das Land, die jedem wirtschaftliche Nachteile androhen, der iranisches Öl kauft. Damit will er die Einnahmen der Islamischen Republik drastisch vermindern und Teheran politisch gefügiger machen.

Der Iran sieht seine mit dem Abkommen verbundenen wirtschaftlichen Hoffnungen völlig enttäuscht. Vor zwei Monaten hatte Teheran deshalb angekündigt, in Stufen aus dem Deal auszusteigen.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Swiss Life wirft Manor fehlende unternehmerische Voraussicht vor
Wirtschaft

Swiss Life wirft Manor fehlende unternehmerische Voraussicht vor

Im Streit über den Standort an der Zürcher Bahnhofstrasse spielt der Versicherungskonzern Swiss Life den Ball an den Warenkonzern Manor zurück. Das Management habe es unterlassen, rechtzeitig einen alternativen Standort zu suchen, obwohl seit 2011 bekannt sei, dass der Mietvertrag auslaufe.

Freiheitsstrafe für 79-Jährigen wegen sexuellen Übergriffen
Regional

Freiheitsstrafe für 79-Jährigen wegen sexuellen Übergriffen

Peter Zimmermann ist von der eigenen Vergangenheit eingeholt worden: Das Bezirksgericht Frauenfeld hat ihn wegen mehrfacher sexueller Handlungen mit einem Kind zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten verurteilt. Der 79-Jährige wird nicht erneut verwahrt.

Motorradfahrer nach Unfall auf A14 bei Gisikon schwer verletzt
Regional

Motorradfahrer nach Unfall auf A14 bei Gisikon schwer verletzt

Eine Autofahrerin hat am Montagmorgen auf der Autobahn A14 bei Gisikon ein vor ihr fahrendes Motorrad gerammt. Der Töfffahrer wurde über die Leitplanke auf die Gegenfahrbahn geschleudert und blieb dort schwer verletzt auf dem Überholstreifen liegen.

HC Lugano mit verkraftbarem Minus
Sport

HC Lugano mit verkraftbarem Minus

An der Generalversammlung des HC Lugano wurde der achtköpfige Verwaltungsrat um Präsidentin Vicky Mantegazza komplett wiedergewählt.