Türkei entsendet Bohrschiff zu Mission in östliches Mittelmeer


News Redaktion
International / 09.08.22 15:51

Die Türkei hat erneut ein Bohrschiff in das östliche Mittelmeer entsandt. Das Schiff "Abdülhamid Han" werde solange "weitersuchen, bis es etwas findet", sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Dienstag im südtürkischen Mersin.

HANDOUT - Recep Tayyip Erdogan, Staatspräsident der Türkei, steht während einer Zeremonie vor dem Bohrschiff «Abdulhamid Han» im Hafen Mersin Tasucu, bevor es zu einem Einsatz geschickt wird. Foto: -/Turkish presidency/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/Turkish presidency/-)
HANDOUT - Recep Tayyip Erdogan, Staatspräsident der Türkei, steht während einer Zeremonie vor dem Bohrschiff «Abdulhamid Han» im Hafen Mersin Tasucu, bevor es zu einem Einsatz geschickt wird. Foto: -/Turkish presidency/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/Turkish presidency/-)

2020 hatte die Entsendung türkischer Bohrschiffe in zwischen Griechenland und der Türkei umstrittene Gewässer die beiden Nachbarn an den Rande eines militärischen Konflikts geführt.

Das Schiff nun werde zuerst in die Region Iskenderun aufbrechen, sagte Erdogan. Die liegt zunächst nicht in umstrittenen Gewässern. Erdogan fügte aber hinzu: "Wenn unser Schiff mit seinen Bohrarbeiten dort fertig ist, wird es nicht aufhören. Es wird zu anderen Bohrlöchern übergehen." Die "Forschungs- und Bohrarbeiten" fielen in den "eigenen Machtbereich". "Dafür müssen wir von niemandem eine Erlaubnis oder Genehmigung einholen." Man werde sich holen "was uns gehört".

Hinter dem Konflikt stehen territoriale Uneinigkeiten. Griechenland bezichtigte die Türkei 2020, die Vorkommen illegal zu erkunden. Die Regierung in Ankara vertrat den Standpunkt, dass die Gewässer zum türkischen Festlandsockel gehörten.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr als 200 Flüge auf den Kanaren wegen Tropensturm gestrichen
International

Mehr als 200 Flüge auf den Kanaren wegen Tropensturm gestrichen

Auf den Kanarischen Inseln sind wegen des Tropensturms "Hermine" mehr als 200 Flüge gestrichen worden.

Luzerner Regierungsrat hält an Staatsgarantie für Lukb fest
Regional

Luzerner Regierungsrat hält an Staatsgarantie für Lukb fest

Der Luzerner Regierungsrat ist dagegen, die Staatsgarantie für die Luzerner Kantonalbank (Lukb) abzuschaffen. Dies fordert Kantonsrätin Riccarda Schaller (GLP) in einer Motion, nachdem die Bank eine Eigenkapitalerhöhung von bis zu 500 Millionen Franken angekündigt hat.

Zuger Messe verspricht abwechslungsreiche Unterhaltung
Regional

Zuger Messe verspricht abwechslungsreiche Unterhaltung

In weniger als einem Monat ist es endlich wieder so weit: Vom 22. bis 30. Oktober 2022 findet in Zug die grösste Herbstausstellung der Zentralschweiz statt. Die Nachfrage nach der 49. Austragung der Zuger Messe ist auch nach zwei Jahren Pause ungebrochen gross.

Fahrgäste im ZVV sind mit Angebot und Personal zufrieden
Schweiz

Fahrgäste im ZVV sind mit Angebot und Personal zufrieden

Wer mit dem Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) unterwegs ist, zeigt sich mit ihm grundsätzlich zufrieden: Die Gesamtzufriedenheit erreichte diesmal bei der jährlichen Befragung 78 von 100 möglichen Punkten.