Uli Stielike kann mit der neuen Technik nichts anfangen


News Redaktion
Sport / 08.12.22 11:19

Der frühere Schweizer Nationalcoach Uli Stielike ärgert sich über den zunehmenden Einsatz von Technologie im Fussball.

Uli Stielike war Nationalcoach der Schweiz, der Elfenbeinküste und von Südkorea (FOTO: KEYSTONE/EPA/KIM HEE-CHUL)
Uli Stielike war Nationalcoach der Schweiz, der Elfenbeinküste und von Südkorea (FOTO: KEYSTONE/EPA/KIM HEE-CHUL)

"Man ist gerade dabei, unsere Sportart totzutechnisieren", kritisierte der Deutsche in einem Interview mit dem "Kicker". "Linienrichter? Diese Tätigkeit ist nur noch eine Arbeitsbeschaffungsmassnahme. Es braucht sie keiner mehr, weil sie eh nur noch die Fahne nach Anleitung aus dem Keller heben. Das kann auch ein Roboter machen", führte Stielike aus. "Den Schiedsrichter würde ich aus dem Grunde beibehalten, damit die Spieler wenigstens einen zum Anschnauzen haben. Einen viel triftigeren Grund finde ich gerade nicht."

Es nerve ihn, "wie der Fussball seine Ursprünglichkeit Schritt für Schritt verliert. Nehmen wir nur die Statistiken. Querpässe, Rückpässe, in der eigenen Hälfte, in der des Gegners, im Strafraum und anderswo. Was früher als Ballgeschiebe abgewatscht wurde, läuft heute unter Spielaufbau", kritisiert der 68-Jährige, der 1980 mit Deutschland Europameister wurde und von 1989 bis 1991 die Schweizer Nationalmannschaft betreute.

Er sei nicht gegen Neuerungen, "wenn sie sinnvoll sind. Aber irgendwann ist genug auch wirklich genug". Die Rückpassregel sei "genial", das Abseits auf einer Höhe auch, "wenn es denn am Körpermittelpunkt und nicht an der Schuhgrösse des Stürmers festgemacht würde". Auch, dass der Anstoss nicht mehr zwingend nach vorne ausgeführt werden müsse und man fünf Mal auswechseln dürfe, sei gut. "Ball am Fuss, einfache Regeln - das hat über 100 Jahre geklappt", sagte Stielike.

(sda)


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