UN: Geld für Sahel ist Investition gegen Extremisten und Kriminelle


News Redaktion
Schweiz / 20.10.20 12:01

Die Vereinten Nationen hoffen bei einer Geberkonferenz für die Sahel-Region in Afrika an diesem Dienstag auf Hunderte Millionen Euro frisches Geld für Nothilfe und Entwicklung.

HANDOUT - Frauen bereiten im Norden des Landes auf einem offenen Feuer in einem großen Topf eine Mahlzeit zu. Foto: Giles Clarke/UNOCHA/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/UNOCHA/Giles Clarke)
HANDOUT - Frauen bereiten im Norden des Landes auf einem offenen Feuer in einem großen Topf eine Mahlzeit zu. Foto: Giles Clarke/UNOCHA/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/UNOCHA/Giles Clarke)

Damit sollen in Mali, Niger und Burkina Faso nicht nur Millionen Menschen vor Hunger und Elend bewahrt werden, sagte der UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock der Deutschen Presse-Agentur vor dem Auftakt der virtuellen Konferenz. Vielmehr sei die Region südlich der Sahara eine Brutstätte für Extremisten, Terroristen und Kriminelle, die auch Europa und den Rest der Welt bedrohten.

Wenn die Lage sich dort weiter alarmierend verschlechtert, wird das Folgen für alle haben, sagte Lowcock der dpa. Noch mehr Anarchie und Chaos und Instabilität macht es kriminellen Banden noch einfacher, sich dort einzunisten und Drogen, Waffen und Menschen etwa nach Europa zu schmuggeln. Neben Lowcock und der EU sind Dänemark und Deutschland Gastgeber der Konferenz.

Viele Länder hätten in der Corona-Krise enorme Ressourcen mobilisiert. Der Grossteil fliesse verständlicherweise in die Unterstützung der eigenen Wirtschaft und Bevölkerung, sagte Lowcock. Aber man muss sich auch im Klaren sein, dass künftige Probleme, die auf einen zukommen, ihren Ursprung in anderen Regionen haben, so der Nothilfekoordinator. Es ist schlau, ein Prozent dieser Ressourcen bereitzustellen, um diese Probleme anzugehen und zu versuchen, sie zu lösen.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Mobiles Wasserlabor erfasst Pestizid-Konzentrationsspitzen
Schweiz

Mobiles Wasserlabor erfasst Pestizid-Konzentrationsspitzen

Messkampagnen mit Mischproben unterschätzen Spitzenkonzentrationen von Pestiziden in Gewässern um ein Vielfaches, wie Eawag-Forschende nachgewiesen haben. Die Werte seien ökotoxikologisch relevant, wie das Wasserforschungsinstitut am Donnerstag mitteilte.

Bündner-Regierung: Besser die Leute auf den Pisten als in den Dörfern
Schweiz

Bündner-Regierung: Besser die Leute auf den Pisten als in den Dörfern

Die Bündner Regierung ist bereit, Verschärfungen des Bundes in den Wintersport-Gebieten zum Schutz vor dem Coronavirus entgegenzunehmen. Sie machte am Dienstag aber auch deutlich, dass sie die Skigebiete offenhalten will.

Referenzzinssatz bleibt bei 1,25 Prozent
Wirtschaft

Referenzzinssatz bleibt bei 1,25 Prozent

Der Referenzzinssatz für Wohnungsmieten bleibt unverändert. Mieterinnen und Mieter können somit keinen Anspruch auf eine Senkung ihrer Mieten geltend machen. Auf der anderen Seite können Hausbesitzer die Mieten gestützt auf diesen Referenzwert auch nicht erhöhen.

Nestlé gemäss Greenpeace drittgrösster Plastikverschmutzer der Welt
Schweiz

Nestlé gemäss Greenpeace drittgrösster Plastikverschmutzer der Welt

Weniger als ein Prozent der Produkte des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé sind wiederverwertbar. Das Schweizer Unternehmen ist damit im Greenpeace-Bericht "Branded" hinter Coca-Cola und PepsiCo auf dem dritten Platz der grössten Plastikverschmutzer der Welt gelandet.