Urner Firmen leiden unter Absatzschwierigkeiten


News Redaktion
Wirtschaft / 30.06.20 10:55

Die Urner Unternehmen erwarten wegen der Coronakrise Absatzschwierigkeiten und einen zu hohen Personalbestand. Sie sind aber zuversichtlich, dass sich ihre Situation wieder bessern wird. Vom Staat erwarten sie bessere Rahmenbedingungen. Dazu zählt auch eine sichere Strassenverbindung am Axen.

Im Kanton Uri, hier der Bahnhof Altdorf, spürt die Wirtschaft die Coronakrise. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Im Kanton Uri, hier der Bahnhof Altdorf, spürt die Wirtschaft die Coronakrise. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Wirtschaft Uri, der Dachverband der Urner Wirtschaftsverbände, hat bei den Unternehmern in der ersten Junihälfte mit einer Umfrage den Puls gefühlt. 243 nahmen an der Online-Umfrage teil. Das schlimmste der Krise scheine ausgestanden, teilte Wirtschaft Uri am Dienstag mit.

Gemäss der Umfrage hat ein Drittel der Urner Unternehmen im Inland Absatzschwierigkeiten. Ein Drittel kämpft mit Arbeitsausfällen von Mitarbeitern, ein Drittel gibt an, einen zu hohen Personalbestand zu haben.

Die von Corona betroffenen Unternehmen hätten im Durchschnitt 33 Prozent ihres Umsatzes eingebüsst, teilte Wirtschaft Uri mit. Bei der Hälfte der Unternehmen habe sich die wirtschaftliche Situation seit dem letzten Lockerungsschritt nicht verbessert.

Das grösste Problem bleiben in den Augen der Urner Unternehmer die Absatzschwierigkeiten und der damit verbundene zu grosse Personalbestand. Über die Hälfte rechnet damit, dass sie bis in zwei Monaten 10 Prozent oder weniger Umsatzeinbussen haben werden. Fast 60 Prozent der Unternehmer gehen aber davon aus, dass die Durststrecke noch mindestens ein halbes Jahr dauern wird. 16 Prozent erwarten Liquiditätsprobleme.

Insgesamt zeigten die Resultate, dass die Unternehmen zuversichtlich den Weg der Normalität suchten, teilte Wirtschaft Uri mit. Einzelne Branchen wie Gastro und Tourismus benötigten eventuell zusätzliche Unterstützung, die anderen aber vor allem gute Rahmenbedingungen und wenig marktverzerrende staatliche Eingriffe.

Wirtschaft Uri nutzt deswegen die Krise, um eine Deregulierung und einen Bürokratieabbau zu fordern. Zentral für Uri sei zudem eine gute Verkehrsanbindung. Sie brauche eine sichere Verbindung am Axen. Die dortigen Unsicherheiten bremsten ganze Branchen. Der Bau der neuen Strasse, der durch Einsprachen blockiert ist, müsse deswegen mit Nachdruck vorangetrieben werden.

(sda)


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